Weissrand-Wolfsmilch giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 2,758 fanden dies hilfreich
Weissrand-Wolfsmilch
1

Alle Pflanzenteile mit Milchsaft sind giftig, die Giftstoffe bleiben auch bei Lagerung und Trocknung erhalten.

2

Bei Augenkontakt drohen schwere Binde- und Hornhautentzündungen, bei Verzehr treten Magen-Darm-Blutungen, Krämpfe bis zum Kreislaufkollaps auf.

3

Giftstoffe werden bei Kühen über die Milch ausgeschieden, sodass auch kontaminierte Milch giftig ist.

Häufige Fragen

Ist Weissrand-Wolfsmilch giftig für Menschen?

Blutiger Durchfall, Erbrechen, Kolik, Taumeln, Krämpfe, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, blutiger Harn; bei Augenkontakt starke Konjunktivitis und Hornhautentzündung (Stark)

Ist Weissrand-Wolfsmilch giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, Symptome entsprechen voraussichtlich den allgemeinen Vergiftungssymptomen (Mäßig)

Ist Weissrand-Wolfsmilch giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, Symptome entsprechen voraussichtlich den allgemeinen Vergiftungssymptomen (Mäßig)

Ist Weissrand-Wolfsmilch giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, Symptome entsprechen voraussichtlich den allgemeinen Vergiftungssymptomen (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Blutiger Durchfall, Erbrechen, Kolik, Taumeln, Krämpfe, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, blutiger Harn; bei Augenkontakt starke Konjunktivitis und Hornhautentzündung

Katzen
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, Symptome entsprechen voraussichtlich den allgemeinen Vergiftungssymptomen

Hunde
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, Symptome entsprechen voraussichtlich den allgemeinen Vergiftungssymptomen

Pferde
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, Symptome entsprechen voraussichtlich den allgemeinen Vergiftungssymptomen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, die Milchsaft enthalten
VergiftungswegVerzehr von Pflanzenteilen, direkter Haut- oder Augenkontakt mit dem giftigen Milchsaft, Aufnahme von kontaminierter Kuhmilch
Giftige InhaltsstoffeIngenolester; Phorbolester; Euphol

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Entfernen Sie verbliebene Pflanzenteile sofort aus Mund, Haut oder Augen der betroffenen Person/des Tieres
  • • Spülen Sie betroffene Hautstellen gründlich mit kaltem Wasser, bei Augenkontakt mindestens 15 Minuten mit lauwarmem Wasser ausspülen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, wenn nicht explizit von medizinischem Fachpersonal empfohlen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesenem oder vermutetem Verzehr von Pflanzenteilen
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie blutigem Durchfall, Erbrechen, Krämpfen oder Sehstörungen nach Kontakt mit der Pflanze
  • • Bei Augenkontakt mit dem Milchsaft der Pflanze

Prävention

  • • Pflanzen Sie die Weissrand-Wolfsmilch nicht in Bereichen, die für Haustiere, Nutztiere oder kleine Kinder zugänglich sind
  • • Tragen Sie bei der Gartenarbeit mit der Pflanze immer Handschuhe und Augenschutz, um Kontakt mit dem Milchsaft zu vermeiden
  • • Überprüfen Sie Futter für Nutztiere auf Verunreinigungen mit dieser Pflanze, auch getrocknet ist sie giftig

Behandlung & Prognose

  • • Medizinische Dekontamination (z. B. Gabe von Aktivkohle) unter ärztlicher/tierärztlicher Aufsicht
  • • Symptomatische Therapie: Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten, Behandlung von Krämpfen und Herzrhythmusstörungen
  • • Bei Augenkontakt augenärztliche Untersuchung und entzündungshemmende Behandlung falls nötig
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameEuphorbia marginata Pursh
AliasnamenSchnee auf dem Berge、Bergschnee、Amerikanisches Edelweiss、Braut und Bräutigam Pflanze
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
MundschleimhautMagen-Darm-TraktNierenHerzKreislaufAugen
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen Diterpene (Ingenolester, Phorbolester) und Triterpene (Euphol) reizen stark Schleimhäute und verursachen Zellschäden

• Giftstoffe werden auch bei Lagerung und Trocknung der Pflanze nicht abgebaut

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rind: Vergiftung auch durch Dürrfutter möglich; Symptome: Kolik, Erbrechen, blutige Diarrhoe, blutiger Harn, Muskelzittern, Taumeln. Giftstoffe werden über die Milch ausgeschieden, Milch kann rötlich verfärbt sein oder geschmacklich verändert sein
Schaf: Nach Verzehr von Frischpflanzen: Starke Schwellung und Entzündung der Maulschleimhaut, Speichelfluss, Diarrhoe. Erholung erfolgt in der Regel nach Weidewechsel
Vögel: Sehr stark giftig +++, führt bereits bei geringer Aufnahme zu schweren Vergiftungen bis zum Tod
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Sonnen-Wolfsmilch Euphorbia helioscopia
Gehört zur selben Gattung, bildet ebenfalls giftigen Milchsaft und hat einen ähnlichen Wuchs. Unterscheidungsmerkmal ist die fehlende weiße Blattrandung bei der Sonnen-Wolfsmilch
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Verwandte giftige Pflanzen

Christusdorn
Christusdorn
Euphorbia milii
Stark giftig
Rizinus
Rizinus
Ricinus communis
Sehr stark giftig
Maniok
Maniok
Manihot esculenta
Mäßig giftig bei unzureichender Zubereitung

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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