Wegerichblättriger Natternkopf giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,952 fanden dies hilfreich
Wegerichblättriger Natternkopf
1

Enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide, die bei Pferden schweres Leberversagen verursachen können

2

Toxizität für Katzen und Hunde ist aktuell wissenschaftlich nicht nachgewiesen

3

Vergiftungen treten meist bei Futterknappheit oder kontaminiertem Heu auf

Häufige Fragen

Ist Wegerichblättriger Natternkopf giftig für Menschen?

Keine Daten zu Vergiftungserscheinungen beim Menschen verfügbar, Verzehr wird aufgrund der enthaltenen Alkaloide nicht empfohlen (Ungiftig)

Ist Wegerichblättriger Natternkopf giftig für Katzen?

Toxizität ist unbekannt, es liegen keine bestätigten Vergiftungsfälle vor (Ungiftig)

Ist Wegerichblättriger Natternkopf giftig für Hunde?

Toxizität ist unbekannt, es liegen keine bestätigten Vergiftungsfälle vor (Ungiftig)

Ist Wegerichblättriger Natternkopf giftig für Pferde?

Gewichtsverlust, Schwäche, Schläfrigkeit, Gähnen, Koordinationsstörungen, Gelbfärbung der Schleimhäute (Ikterus), neurologische Symptome (zielloses Gehen, Kaubewegungen, Kopfpressen), plötzlicher Krankheitsbeginn nach anfangs unauffälligem Verhalten, schnelles Fortschreiten innerhalb weniger Tage bis einer Woche (Sehr stark)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Keine Daten zu Vergiftungserscheinungen beim Menschen verfügbar, Verzehr wird aufgrund der enthaltenen Alkaloide nicht empfohlen

Katzen
Ungiftig

Toxizität ist unbekannt, es liegen keine bestätigten Vergiftungsfälle vor

Hunde
Ungiftig

Toxizität ist unbekannt, es liegen keine bestätigten Vergiftungsfälle vor

Pferde
Sehr stark

Gewichtsverlust, Schwäche, Schläfrigkeit, Gähnen, Koordinationsstörungen, Gelbfärbung der Schleimhäute (Ikterus), neurologische Symptome (zielloses Gehen, Kaubewegungen, Kopfpressen), plötzlicher Krankheitsbeginn nach anfangs unauffälligem Verhalten, schnelles Fortschreiten innerhalb weniger Tage bis einer Woche

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle grünen Pflanzenteile sowie getrocknete Anteile in kontaminiertem Heu
VergiftungswegOral durch Fressen von frischen Pflanzen oder verunreinigtem Heu
Giftige InhaltsstoffePyrrolizidinalkaloide

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme der Pflanze unterbinden und kontaminiertes Futter vollständig entfernen
  • • Betroffenes Tier ruhig stellen und jeglichen Stress vermeiden
  • • Sofort einen Tierarzt kontaktieren, falls die Aufnahme weniger als 2 Stunden zurückliegt

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Ihr Pferd nachweislich Teile der Pflanze gefressen hat
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Schwäche, Gelbsucht oder neurologischen Auffälligkeiten
  • • Bei Verdacht auf Kontamination des Heus mit Natternkopf

Prävention

  • • Weiden regelmäßig auf Vorkommen des Wegerichblättrigen Natternkopfs kontrollieren und Befallstellen beseitigen
  • • Heu vor der Fütterung auf Verunreinigungen mit der Pflanze prüfen
  • • Ausreichend qualitativ hochwertiges Futter anbieten, um Fressen von giftigen Pflanzen durch Knappheit zu verhindern

Behandlung & Prognose

  • • Tierärztliche Therapie zielt auf die Unterstützung der Leberfunktion und Linderung von Symptomen ab
  • • Bei kürzlich erfolgter Aufnahme wird Aktivkohle zur Giftbindung verabreicht
  • • Unterstützende Maßnahmen umfassen Flüssigkeitstherapie und nährstoffreiche, leberschonende Diät
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameEchium plantagineum
AliasnamenPatterson-Fluch
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenUngiftig
HundeUngiftig
PferdeSehr stark
Zielorgane
LeberZentrales Nervensystem
Wirkmechanismus

• Pyrrolizidinalkaloide werden im Körper metabolisiert, schädigen Leberzellen nachhaltig und führen unbehandelt zu Leberversagen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pferd: Giftig, kann bei Aufnahme zu Leberversagen und tödlichen Verläufen führen
Katze: Toxizität bisher unbekannt, keine bestätigten Vergiftungsfälle
Hund: Toxizität bisher unbekannt, keine bestätigten Vergiftungsfälle
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gemeiner Natternkopf Echium vulgare
Ähnlicher Wuchs und blaue Blüten, Unterschied: Schmalere, lanzettliche Blätter im Gegensatz zu den wegerichartigen Blättern von Echium plantagineum
Gewöhnliche Ochsenzunge Anchusa officinalis
Gehört ebenfalls zur Familie der Boraginaceae, hat ähnliche Blüten, unterscheidet sich durch rauhaarigere Stängel und kleinere Blütenköpfe
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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