Orangefuchsiger Rauhkopf giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,319 fanden dies hilfreich
Cortinarius orellanus Fries; Cortinarius rubellus Cooke
1

Enthält das stark toxische Orellanin, das vor allem die Nieren nachhaltig schädigt

2

Symptome treten erst nach einer Latenzzeit von 2 bis 14 Tagen nach Verzehr auf

3

Schwere Vergiftungen können zu dauerhaften Nierenschäden oder tödlichem Verlauf führen

Häufige Fragen

Ist Orangefuchsiger Rauhkopf giftig für Menschen?

Latenzzeit: 2-14 Tage, je höher die eingenommene Dosis, desto schneller treten Symptome auf: Anorexie, gastrointestinale Störungen, extremer Durst, Parästhesie, Oligurie bis Nierenversagen. Bei nicht tödlicher Dosis erholen sich die Nieren langsam. (Sehr stark)

Ist Orangefuchsiger Rauhkopf giftig für Katzen?

Es liegen keine spezifischen Studiendaten vor, es ist aber von ähnlichen Nierenschäden wie bei Menschen auszugehen. (Sehr stark)

Ist Orangefuchsiger Rauhkopf giftig für Hunde?

Es liegen keine spezifischen Studiendaten vor, es ist aber von ähnlichen Nierenschäden wie bei Menschen auszugehen. (Sehr stark)

Ist Orangefuchsiger Rauhkopf giftig für Pferde?

Es liegen keine spezifischen Studiendaten vor, es ist aber von ähnlichen Nierenschäden wie bei Menschen auszugehen. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Latenzzeit: 2-14 Tage, je höher die eingenommene Dosis, desto schneller treten Symptome auf: Anorexie, gastrointestinale Störungen, extremer Durst, Parästhesie, Oligurie bis Nierenversagen. Bei nicht tödlicher Dosis erholen sich die Nieren langsam.

Katzen
Sehr stark

Es liegen keine spezifischen Studiendaten vor, es ist aber von ähnlichen Nierenschäden wie bei Menschen auszugehen.

Hunde
Sehr stark

Es liegen keine spezifischen Studiendaten vor, es ist aber von ähnlichen Nierenschäden wie bei Menschen auszugehen.

Pferde
Sehr stark

Es liegen keine spezifischen Studiendaten vor, es ist aber von ähnlichen Nierenschäden wie bei Menschen auszugehen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGesamter Fruchtkörper des Pilzes ist giftig
VergiftungswegOrale Aufnahme durch versehentlichen Verzehr des falsch identifizierten Pilzes
Giftige InhaltsstoffeOrellanin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Kein künstliches Erbrechen herbeiführen ohne Anweisung medizinischen Personals
  • • Restmengen des verzehrten Pilzes zur sicheren Identifizierung aufbewahren
  • • Sofort einen Arzt oder Giftnotruf kontaktieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Verdacht auf Verzehr des Pilzes durch Haustiere
  • • Auftreten von unklarem extremen Durst, Bauchschmerzen oder Leistungsminderung bei Tieren nach Pilzkontakt
  • • Bekannte Aufnahme von unbekannten Pilzen durch das Tier

Prävention

  • • Niemals unbekannte oder nicht zweifelsfrei identifizierte Pilze verzehren
  • • Beim Pilzsammeln immer einen zertifizierten Pilzsachverständigen konsultieren
  • • Auf die typische orange-rostfarbene Lamellenfärbung des giftigen Pilzes achten

Behandlung & Prognose

  • • Schnelle medizinische Dekontamination z.B. durch Gabe von Aktivkohle
  • • Symptomatische Therapie zur Unterstützung der Nierenfunktion, bei Nierenversagen ggf. Dialyse
  • • Langfristige Überwachung der Nierenwerte über mehrere Wochen nach Vergiftung
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameCortinarius orellanus Fries; Cortinarius rubellus Cooke
AliasnamenOrangefuchsiger Hautkopf、Orangefuchsiger Schleierling
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
NierenMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Das im Pilz enthaltene Orellanin schädigt die Zellen der Nierentubuli irreversibel, was zu akuten Funktionsstörungen bis zum vollständigen Nierenversagen führen kann

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nager: Auch bei Nagern führt die Aufnahme von Orellanin zu schweren, oft tödlichen Nierenschäden
Geflügel: Für Geflügel liegen keine spezifischen Daten vor, es wird aber ebenfalls von einer hohen Toxizität ausgegangen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Braunhütige Speisepilze Verschiedene ungiftige Pilzarten u.a. aus der Gattung Cortinarius
Ähnliche Hutfärbung und Wuchsform. Der Orangefuchsige Rauhkopf ist an seiner orange-rostfarbenen Lamellenfärbung und dem rostfarbenen Sporenpulver zu erkennen, was essbaren Verwechslungspartnern fehlt.
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Verwandte giftige Pflanzen

Gifthäubling
Cortinarius gentilis
Stark giftig ++ (Hohe Toxizität)
Schwefelgelber Rauhkopf
Cortinarius sulphurinus
Giftig + (Mittlere Toxizität)
Blutroter Häubling
Cortinarius sanguineus
Giftig + (Mittlere Toxizität)

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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