Grosskelchige Brunfelsie giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 4,883 fanden dies hilfreich
Grosskelchige Brunfelsie
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Die gesamte Pflanze, insbesondere ihre Beeren, sind stark giftig für Menschen und Tiere.

2

Vergiftungssymptome treten 15-18 Stunden nach Einnahme auf, reichen von leichten Tremoren bis zu lang anhaltenden Krämpfen.

3

Bei Verdacht auf Einnahme ist sofortige ärztliche oder tierärztliche Behandlung erforderlich.

Häufige Fragen

Ist Grosskelchige Brunfelsie giftig für Menschen?

Bei Einnahme treten Speichelfluss, oronasale Reizung, Erbrechen, teils blutiger Durchfall, Ataxie, Muskeltremor und Krämpfe auf. (Stark)

Ist Grosskelchige Brunfelsie giftig für Katzen?

Keine spezifischen Fallberichte vorhanden, es ist aber von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei Hunden auszugehen. (Stark)

Ist Grosskelchige Brunfelsie giftig für Hunde?

Symptome reichen von Speichelfluss, Erbrechen, blutigem Durchfall, Ängstlichkeit bis zu über 48 Stunden anhaltenden zentralen Krämpfen. (Stark)

Ist Grosskelchige Brunfelsie giftig für Pferde?

Keine spezifischen Fallberichte vorhanden, die Pflanze wird auch für Pferde als stark giftig eingestuft. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Bei Einnahme treten Speichelfluss, oronasale Reizung, Erbrechen, teils blutiger Durchfall, Ataxie, Muskeltremor und Krämpfe auf.

Katzen
Stark

Keine spezifischen Fallberichte vorhanden, es ist aber von ähnlichen Vergiftungserscheinungen wie bei Hunden auszugehen.

Hunde
Stark

Symptome reichen von Speichelfluss, Erbrechen, blutigem Durchfall, Ängstlichkeit bis zu über 48 Stunden anhaltenden zentralen Krämpfen.

Pferde
Stark

Keine spezifischen Fallberichte vorhanden, die Pflanze wird auch für Pferde als stark giftig eingestuft.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, besonders die Beeren
VergiftungswegHauptsächlich orale Einnahme von Pflanzenteilen, insbesondere reifen Beeren
Giftige InhaltsstoffePyrrol-3-Carboxamid (Pyrrolalkaloid)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei bewussten Patienten/ Tieren sofort Erbrechen auslösen, um unverdaute Pflanzenteile zu entfernen
  • • Medizinische Kohle verabreichen, um Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt zu binden
  • • Keine eigenständige Gabe von Medikamenten ohne fachliche Anweisung

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn nachweislich Teile der Pflanze eingenommen wurden, auch ohne vorhandene Symptome
  • • Bei Auftreten von Krämpfen, Ataxie, blutigem Durchfall oder Bewusstseinsstörungen
  • • Bei Verdacht auf Kontakt mit der Pflanze und ungeklärten Beschwerden

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen
  • • Reife Beeren sofort entfernen, um versehentliche Einnahme zu vermeiden
  • • Nach Kontakt mit der Pflanze gründlich die Hände waschen

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination durch Erbrechen und Gabe von medizinischer Kohle
  • • Symptomatische Therapie mit Diazepam oder Phenobarbital zur Krampfkontrolle
  • • Gabe von Ringer-Laktat zur Kreislaufstabilisierung, ggf. Antibiotika zur Infektionsvorbeugung
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameBrunfelsia pauciflora (Cham. & Schltdl.) Benth.; Brunfelsia calycina Benth.
AliasnamenGestern-Heute-Morgen-Pflanze、Brasilianischer Regenbaum
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
Zentrales NervensystemMagen-Darm-TraktMuskulatur
Wirkmechanismus

• Das enthaltene Pyrrolalkaloid beeinflusst den Serotonin-Haushalt im Körper

• Der Giftstoff wirkt auf das zentrale Nervensystem und löst neurologische Symptome aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Hund: Fallberichte bestätigen schwere Vergiftungen nach Einnahme, unbehandelt kann die Vergiftung tödlich verlaufen.
Nagetier: Auch für Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen ist die Pflanze stark giftig.
Vogel: Einnahme von Beeren führt auch bei Vögeln zu schweren Vergiftungserscheinungen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Weitere Brunfelsia-Arten Brunfelsia spp.
Alle Arten der Gattung Brunfelsia sind optisch ähnlich und ebenfalls giftig, sie unterscheiden sich hauptsächlich in Blütengröße und -farbe.
Fleissiges Lieschen Impatiens walleriana
Optisch ähnlich, die ungiftige Fleissiges Lieschen hat aber kleinere mehrfarbige Blüten und keine giftigen Beeren im Gegensatz zur Brunfelsie.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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