Brunfelsia giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 4,798 fanden dies hilfreich
Brunfelisa grandiflora D.Don
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Die gesamte Pflanze ist giftig, vor allem reife Beeren bergen ein besonders hohes Risiko.

2

Symptome treten erst 15-18 Stunden nach Verzehr auf, Krämpfe können über 48 Stunden andauern und sind schwer behandelbar.

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Bei Verdacht auf Aufnahme sofort medizinische/tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Häufige Fragen

Ist Brunfelsia giftig für Menschen?

Speichelfluss, oronasale Reizung, Erbrechen, teils blutiger Durchfall, Angst, Depression, Muskelzittern, Hyperthermie, zentrale Krämpfe, Nystagmus (Stark)

Ist Brunfelsia giftig für Katzen?

Keine spezifischen Fallberichte bekannt, es wird von gleicher Giftigkeit wie bei Hunden ausgegangen, Symptome sind vergleichbar (Stark)

Ist Brunfelsia giftig für Hunde?

Bekannte Vergiftungsfälle: Symptome reichen von leichter Ataxie bis zu schweren lang anhaltenden Krämpfen, zusätzlich Erbrechen, blutiger Durchfall und Muskelzittern (Stark)

Ist Brunfelsia giftig für Pferde?

Keine spezifischen Untersuchungen vorhanden, von hohem Vergiftungsrisiko bei Verzehr wird ausgegangen (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Speichelfluss, oronasale Reizung, Erbrechen, teils blutiger Durchfall, Angst, Depression, Muskelzittern, Hyperthermie, zentrale Krämpfe, Nystagmus

Katzen
Stark

Keine spezifischen Fallberichte bekannt, es wird von gleicher Giftigkeit wie bei Hunden ausgegangen, Symptome sind vergleichbar

Hunde
Stark

Bekannte Vergiftungsfälle: Symptome reichen von leichter Ataxie bis zu schweren lang anhaltenden Krämpfen, zusätzlich Erbrechen, blutiger Durchfall und Muskelzittern

Pferde
Stark

Keine spezifischen Untersuchungen vorhanden, von hohem Vergiftungsrisiko bei Verzehr wird ausgegangen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze, besonders die Beeren
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, insbesondere Beeren, ist der häufigste Expositionsweg
Giftige InhaltsstoffePyrrol-3-Carboxamid (Pyrrolalkaloid)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Kein Erbrechen herbeiführen, es sei denn, dies wird von medizinischem Personal angeordnet
  • • Reste der aufgenommenen Pflanze zur eindeutigen Identifizierung aufbewahren
  • • Betroffene Person/Tier ruhigstellen und vor weiterer Aufnahme von Pflanzenteilen schützen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Verdacht auf Verzehr von beliebigen Teilen der Brunfelsia
  • • Auftreten erster Symptome wie Speichelfluss, Erbrechen oder Muskelzittern
  • • Auftreten von Krämpfen, Bewusstseinstrübung oder blutigem Durchfall

Prävention

  • • Pflanze außerhalb der Reichweite von Kindern, Hunden, Katzen und Pferden aufstellen
  • • Reife Beeren umgehend entfernen, um versehentlichen Verzehr zu vermeiden
  • • Pflanze eindeutig kennzeichnen, um Verwechslung mit ungiftigen Arten zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination z. B. Aktivkohlegabe unter ärztlicher/tierärztlicher Anweisung
  • • Symptomatische Therapie: Gabe von Ringer-Lactat, krampflösenden Mitteln wie Diazepam und Phenobarbital bei Bedarf
  • • Gabe von Antibiotika bei auftretenden sekundären Komplikationen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameBrunfelisa grandiflora D.Don
AliasnamenGestern-Heute-Morgen-Pflanze、Königliche Purpur-Brunfelsie、Küss-mich-schnell
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
Zentrales NervensystemMagen-Darm-TraktMuskulatur
Wirkmechanismus

• Enthaltene Pyrrolalkaloide beeinflussen den Serotonin-Haushalt des Körpers

• Wirkung auf das zentrale Nervensystem führt zu neurologischen Symptomen und Krämpfen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nager: Hohes Vergiftungsrisiko bei Verzehr, Symptome sind vergleichbar mit denen bei Hunden
Vögel: Keine spezifischen Daten vorhanden, von möglicher hoher Giftigkeit wird ausgegangen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Brunfelsia-Arten Brunfelsia spp.
Alle Arten der Gattung sind giftig und ähneln sich optisch stark, es gibt keine bekannten ungiftigen Vertreter der Gattung.
Fleissiges Lieschen Impatiens walleriana
Optische Ähnlichkeit der Blüten, Fleissiges Lieschen ist nur leicht giftig und deutlich weniger gefährlich als Brunfelsia.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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