Berberitze giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 3,501 fanden dies hilfreich
Berberitze
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Alle Pflanzenteile außer den reifen Beeren enthalten giftige Isochinolin-Alkaloide, der Gehalt in den Wurzeln beträgt bis zu 15 %.

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Bei Einnahme giftiger Pflanzenteile treten typischerweise Erbrechen, Durchfall und im schlimmsten Fall Nierenschädigungen auf.

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Samen anderer Berberis-Arten können im Gegensatz zur Gemeinen Berberitze ebenfalls giftig sein.

Häufige Fragen

Ist Berberitze giftig für Menschen?

Erbrechen, Durchfall, Nierenschädigungen bei Einnahme größerer Mengen (Gering)

Ist Berberitze giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen (Gering)

Ist Berberitze giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen (Gering)

Ist Berberitze giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Erbrechen, Durchfall, Nierenschädigungen bei Einnahme größerer Mengen

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen

Pferde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze außer den reifen Beeren, insbesondere die Wurzeln; Samen anderer Berberis-Arten können teilweise giftig sein
VergiftungswegOral durch Einnahme von giftigen Pflanzenteilen, bei verletzter Haut ist auch eine kutane Aufnahme möglich
Giftige InhaltsstoffeBerberin; Oxyacanthin; Berberrubin; Berbamin; Jatrorrhizin; Columbamin; Palmatin; Isotetrandrin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei nachgewiesener Einnahme giftiger Pflanzenteile bei bewussten Personen sofort Erbrechen herbeiführen
  • • Aktivkohle verabreichen, um die Aufnahme von Giftstoffen im Darm zu hemmen
  • • Betroffene Person ruhig stellen und Flüssigkeitszufuhr sichern, keine eigenständigen Medikamente gegen Erbrechen geben

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn die Einnahme größerer Mengen von Pflanzenteilen durch das Haustier nachgewiesen ist
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie anhaltendem Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit nach Kontakt mit der Pflanze
  • • Wenn das Tier bewusstlos ist, Krämpfe zeigt oder Atembeschwerden hat

Prävention

  • • Halten Sie Haustiere von wild wachsenden Berberitzen fern, besonders von Wurzeln und Stängeln
  • • Klären Sie Kinder darüber auf, keine unbekannten Pflanzenteile von Berberitzen zu essen
  • • Achten Sie bei der Zubereitung von Berberitzen-Beeren darauf, keine Blätter, Stängel oder Wurzelanteile zu verwenden

Behandlung & Prognose

  • • Sofortige Dekontamination durch Erbrechensherbeiführung und Gabe von Aktivkohle
  • • Symptomatische Therapie mit Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten durch Durchfall und Erbrechen
  • • Kontrolle der Nierenfunktion, um Schädigungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameBerberis vulgaris L.
AliasnamenSauerdorn、Saurach、Essigdorn、Beisselbeere、Weinzäpfchen、Weinschädling、Erbshofen
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNieren
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen Alkaloide reizen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts und führen so zu Erbrechen und Durchfall

• Berberin hemmt verschiedene Enzyme im Körper und stört die Zellfunktion von Geweben

• Bei höheren Dosen werden die Epithelzellen der Nieren geschädigt, was zu Funktionsstörungen führt

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nager: Vergiftungen bei Einnahme großer Mengen von Blättern oder Wurzeln möglich, Symptome ähneln denen bei Menschen
Wiederkäuer: Höhere Toleranz gegenüber den enthaltenen Alkaloiden, bei sehr hoher Aufnahme aber ebenfalls Magen-Darm-Beschwerden möglich
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Berberis-Arten Berberis spp.
Sie ähneln der Gemeinen Berberitze stark im Aussehen, enthalten aber teilweise auch giftige Alkaloide in den Samen, die bei Berberis vulgaris ungiftig sind
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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