Gemeiner Beifuß giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 3,680 fanden dies hilfreich
Gemeiner Beifuß
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Die gesamte Pflanze ist giftig, enthält aber fast kein neurotoxisches Thujon im Gegensatz zu vielen anderen Artemisia-Arten.

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Bei Tieren wie Hunden, Pferden und Schafen können nach Einnahme Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfe, Nierenschäden und neurotoxische Symptome auftreten.

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Bei Vergiftungsverdacht ist sofort eine Dekontamination und symptomatische Therapie durch einen Facharzt oder Tierarzt erforderlich.

Häufige Fragen

Ist Gemeiner Beifuß giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Einnahme großer Mengen werden Magen-Darm-Entzündungen, Krämpfe und Nierenschäden vermutet. (Gering)

Ist Gemeiner Beifuß giftig für Katzen?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten aufgeführt, von einer Einnahme wird abgeraten. (Gering)

Ist Gemeiner Beifuß giftig für Hunde?

Bei Überdosierung von Beifuß-Öl treten Faszikulationen der Kopfmuskulatur, Augenrollen, Zähneknirschen, Kopfrollen, Krämpfe mit Asphyxie und vorübergehende Blindheit auf. (Mäßig)

Ist Gemeiner Beifuß giftig für Pferde?

Neurotoxische Erscheinungen, Magen-Darm-Entzündungen, Krämpfe und Nierenschädigung möglich. (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Einnahme großer Mengen werden Magen-Darm-Entzündungen, Krämpfe und Nierenschäden vermutet.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Toxizitätsdaten aufgeführt, von einer Einnahme wird abgeraten.

Hunde
Mäßig

Bei Überdosierung von Beifuß-Öl treten Faszikulationen der Kopfmuskulatur, Augenrollen, Zähneknirschen, Kopfrollen, Krämpfe mit Asphyxie und vorübergehende Blindheit auf.

Pferde
Mäßig

Neurotoxische Erscheinungen, Magen-Darm-Entzündungen, Krämpfe und Nierenschädigung möglich.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDie gesamte Pflanze
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen oder ätherischen Ölen der Pflanze
Giftige InhaltsstoffeSesquiterpenlactone; Geringe Mengen ätherischer Öle; Keine nennenswerten Thujon-Anteile

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Einstellung der Einnahme von Pflanzenteilen.
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, außer dies wird von einem Fachpersonal empfohlen.
  • • Sammeln Sie restliche Pflanzenteile zur späteren Identifizierung.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesener oder vermuteter Einnahme größerer Mengen der Pflanze.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Krämpfen, Magen-Darm-Beschwerden oder Verhaltensänderungen.
  • • Generell bei betroffenen Haustieren und Weidetieren nach Einnahme unbekannter Pflanzenmengen.

Prävention

  • • Halten Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Haustieren und Weidetieren.
  • • Lernen Sie giftige Verwechslungspflanzen zu erkennen, um versehentliche Einnahme zu vermeiden.
  • • Nutzen Sie keine selbst gesammelten Beifuß-Produkte für medizinische Zwecke ohne Fachabsprache.

Behandlung & Prognose

  • • Dekontaminationsmaßnahmen wie Gabe von Aktivkohle durch Fachpersonal.
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von Krämpfen, Magen-Darm-Beschwerden und Organschäden.
  • • Ggf. unterstützende Maßnahmen wie Flüssigkeitstherapie zur Unterstützung der Nierenfunktion.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameArtemisia vulgaris L.
AliasnamenStangenbeifuß、Wilder Beifuß
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNiereZentralnervensystem
Wirkmechanismus

• Toxische Effekte beruhen auf enthaltenen Sesquiterpenlactonen und geringen Anteilen ätherischer Öle.

• Verwandte giftigere Artemisia-Arten wirken zusätzlich durch das neurotoxische Thujon.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Schaf: Einnahme von 340g Artemisia tridentata pro Tag führt zum Tod am 2. Tag durch schwere nekrotisierende Pansenentzündung, vorangehende Symptome sind Lethargie, Schwäche, Pansenatonie und Schaumbildung an der Nase.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Beifuß-Arten Verschiedene Artemisia-Arten
Hohe äußere Ähnlichkeit, viele andere Artemisia-Arten enthalten große Mengen des giftigen Thujons und sind deutlich giftiger.
Gemeines Greiskraut Senecio vulgaris
Ähnliche Wuchs- und Blattform, ist sehr stark giftig und verursacht schwere Leberschäden.
Gemeiner Rainfarn Tanacetum vulgare
Gehört ebenfalls zu den Korbblütengewächsen, hat ähnliche Blütenstände und ist giftig durch enthaltenes Thujon.
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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