Lamarcks Felsenmispel giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,078 fanden dies hilfreich
Lamarcks Felsenmispel
1

Alle Pflanzenteile außer den reifen Beeren enthalten giftige cyanogene Glykoside, insbesondere Prunasin.

2

Wiederkäuer sind deutlich empfindlicher als Monogastrier wie Haustiere oder Menschen.

3

Bei akuter Blausäureintoxikation ist oft jede Hilfe zu spät, sodass schnelle Reaktion erforderlich ist.

Häufige Fragen

Ist Lamarcks Felsenmispel giftig für Menschen?

Üblicherweise nur milde Magen-Darm-Beschwerden wie Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall nach Aufnahme größerer Mengen giftiger Teile. (Gering)

Ist Lamarcks Felsenmispel giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, als Monogastrier erwartbar: milde Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen, schwere Vergiftungen sind selten. (Gering)

Ist Lamarcks Felsenmispel giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, als Monogastrier erwartbar: milde Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen, schwere Vergiftungen sind selten. (Gering)

Ist Lamarcks Felsenmispel giftig für Pferde?

Keine spezifischen Daten verfügbar, als Monogastrier erwartbar: milde Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen, schwere Vergiftungen sind selten. (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Üblicherweise nur milde Magen-Darm-Beschwerden wie Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall nach Aufnahme größerer Mengen giftiger Teile.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, als Monogastrier erwartbar: milde Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen, schwere Vergiftungen sind selten.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, als Monogastrier erwartbar: milde Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen, schwere Vergiftungen sind selten.

Pferde
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, als Monogastrier erwartbar: milde Magen-Darm-Symptome bei Aufnahme größerer Mengen, schwere Vergiftungen sind selten.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGesamte Pflanze mit Ausnahme der reifen Beeren
VergiftungswegAufnahme durch Verschlucken von giftigen Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeCyanogene Glykoside (insbesondere Prunasin)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Pflanzenteilen unterbinden.
  • • Bei wachen Personen/Tieren nach Aufnahme großer Mengen Erbrechen herbeiführen.
  • • Keine eigenständigen Hausmittel anwenden, unverzüglich medizinische Hilfe kontaktieren.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Aufnahme von mehr als 2-3 Blättern/Stängeln bei kleinen Tieren wie Katzen oder kleinen Hunden.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie anhaltendem Erbrechen, Atemnot, Krämpfen oder Bewusstseinsstörungen.
  • • Bei Verdacht auf Aufnahme sehr großer Mengen giftiger Pflanzenteile.

Prävention

  • • Halten Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren.
  • • Verzehren Sie nur ausdrücklich als reif erkannte Beeren, keine anderen Pflanzenteile.
  • • Achten Sie auf Verwechslungsgefahr mit der ungiftigen Heidelbeere.

Behandlung & Prognose

  • • Bei akuter Intoxikation Beatmung mit einer Mischung aus 95% Sauerstoff und 5% Kohlendioxid durchführen.
  • • Intravenöse Gabe von 1%iger Natriumnitritlösung in einer Dosierung von 20-25 mg/kg Körpergewicht.
  • • Nachfolgende intravenöse Gabe von 25%iger Natriumthiosulfatlösung in einer Dosierung von 0,5-1,25 g/kg Körpergewicht.
  • • Bei anhaltenden Symptomen die Gabe beider Substanzen mit halber Dosis wiederholen.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAmelanchier lamarckii F.G.Schroed.
AliasnamenKupfer-Felsenbirne、Korinthenbaum
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktAtmungsapparatNervensystemHerz-Kreislauf-System
Wirkmechanismus

• Cyanogene Glykoside werden im Körper zu Blausäure umgewandelt, die die zelluläre Atmung hemmt.

• Bei Wiederkäuern sind die zur Hydrolyse nötigen Enzyme im neutralen Pansenmilieu aktiv, bei Monogastriern werden sie im sauren Magenmilieu gehemmt.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen): Sehr empfindlich: Symptome umfassen Speichelfluss, Atemnot, Tympanie, Taumeln, Festliegen, Krämpfe, hellrote Schleimhäute und Lähmungen; im Extremfall tritt Tod innerhalb weniger Sekunden ohne vorherige Symptome ein.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Rosengewächse Verschiedene Arten der Familie Rosaceae
Viele Rosengewächse haben ähnliche Blatt- und Blütenformen; Unterschiede zeigen sich vor allem in Fruchtform und -farbe.
Heidelbeere Vaccinium myrtillus
Die Blätter sehen teils ähnlich aus; Heidelbeeren sind ungiftig, wachsen an niedrigen Sträuchern und haben dunkelblaue Früchte, während Felsenmispel an höheren Sträuchern rötlich-violette Früchte trägt.
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Verwandte giftige Pflanzen

Feuerdorn
Feuerdorn
Pyracantha coccinea
Mäßig giftig (+)
Gewöhnliche Traubenkirsche
Gewöhnliche Traubenkirsche
Prunus padus
Stark giftig (++)
Kirschpflaume
Kirschpflaume
Prunus cerasifera
Mäßig giftig (+)

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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