Rosskastanie giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 982 fanden dies hilfreich
Aesculus spp
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Alle Teile der Rosskastanie sind für Katzen, Hunde und Pferde giftig.

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Hauptgiftstoffe sind Aesculin (ein glykosidisches Saponin) und weitere Saponine.

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Eine Vergiftung kann bis zu Koma, Krämpfen und tödlichen Verläufen führen.

Häufige Fragen

Ist Rosskastanie giftig für Menschen?

Keine spezifischen ASPCA-Daten verfügbar, Verzehr größerer Mengen kann Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auslösen. (Gering)

Ist Rosskastanie giftig für Katzen?

Schweres Erbrechen und Durchfall, Depression oder Erregung, erweiterte Pupillen, Koma, Krämpfe, unsicherer Gang (Stark)

Ist Rosskastanie giftig für Hunde?

Schweres Erbrechen und Durchfall, Depression oder Erregung, erweiterte Pupillen, Koma, Krämpfe, unsicherer Gang (Stark)

Ist Rosskastanie giftig für Pferde?

Schweres Erbrechen und Durchfall, Depression oder Erregung, erweiterte Pupillen, Koma, Krämpfe, unsicherer Gang (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen ASPCA-Daten verfügbar, Verzehr größerer Mengen kann Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auslösen.

Katzen
Stark

Schweres Erbrechen und Durchfall, Depression oder Erregung, erweiterte Pupillen, Koma, Krämpfe, unsicherer Gang

Hunde
Stark

Schweres Erbrechen und Durchfall, Depression oder Erregung, erweiterte Pupillen, Koma, Krämpfe, unsicherer Gang

Pferde
Stark

Schweres Erbrechen und Durchfall, Depression oder Erregung, erweiterte Pupillen, Koma, Krämpfe, unsicherer Gang

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, insbesondere Samen, Früchte, Rinde und junge Blätter
VergiftungswegHauptsächlich orale Aufnahme durch Verzehr von Pflanzenteilen, Hautkontakt verursacht selten leichte Schleimhautreizungen
Giftige InhaltsstoffeAesculin (glykosidisches Saponin); andere Saponine

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Entfernen Sie das Tier unverzüglich von der Pflanze und entfernen Sie Pflanzenreste aus Maul und Fell.
  • • Verabreichen Sie kein Erbrechensmittel ohne ausdrückliche Anweisung eines Tierarztes.
  • • Sammeln Sie übrig gebliebene Pflanzenteile für die Identifizierung durch den behandelnden Arzt.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Sofortige Konsultation bei nachgewiesenem oder vermutetem Verzehr von Rosskastanienteilen.
  • • Wenn Symptome wie Erbrechen, Krämpfe, erweiterte Pupillen oder unsicherer Gang auftreten.
  • • Bei Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen oder starker unkontrollierter Erregung des Tieres.

Prävention

  • • Platzieren Sie Rosskastanienpflanzen außerhalb der Reichweite von Haustieren und Weidetieren.
  • • Entfernen Sie herabgefallene Früchte und Blätter regelmäßig aus Gärten, Terrassen und Weideflächen.
  • • Informieren Sie sich über giftige Pflanzen im Wohnbereich und Aufenthaltsort Ihrer Tiere.

Behandlung & Prognose

  • • Tierärztliche Entgiftung mittels Aktivkohle und Abführmitteln bei frischer Aufnahme.
  • • Symptomatische Therapie zur Kontrolle von Krämpfen, Erbrechen und Dehydrierung.
  • • Dauerhafte Überwachung der Vitalfunktionen bei schweren Vergiftungsverläufen.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAesculus spp
AliasnamenPferdekastanie
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
Magen-Darm-TraktZentralnervensystemHerz-Kreislauf-System
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen Saponine reizen zunächst die Magen-Darm-Schleimhäute und gelangen anschließend in die Blutbahn, wo sie das Nervensystem schädigen und neurologische Symptome auslösen.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder und Schafe: Giftig bei Verzehr größerer Mengen, Symptome umfassen Durchfall, Erbrechen und Bewegungsstörungen, tödliche Verläufe sind möglich.
Kleinnager (Kaninchen, Meerschweinchen): Hohe Vergiftungsgefahr schon bei kleinen Mengen, schnell auftretende neurologische Symptome sind möglich.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Esskastanie / Edelkastanie Castanea sativa
Wird häufig mit Rosskastanien verwechselt. Unterschied: Edelkastanien haben stacheligere Fruchtschalen und essbare, runzelige Früchte, während Rosskastanienfrüchte glatt und ungenießbar sind.
Ahornblättrige Platane Platanus × hispanica
Die Blätter ähneln denen der Rosskastanie, aber die Früchte der Platane sind kugelig und hängen in Gruppen, keine Kastanienfrüchte ausbilden.
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Verwandte giftige Pflanzen

Gewöhnliche Rosskastanie
Gewöhnliche Rosskastanie
Aesculus hippocastanum
Stark giftig ++
Rote Rosskastanie
Aesculus × carnea
Giftig +
Gewöhnlicher Seifenbaum
Gewöhnlicher Seifenbaum
Sapindus saponaria
Mäßig giftig

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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