Giftheil-Eisenhut giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 3,042 fanden dies hilfreich
Aconitum anthora L.
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Die gesamte Pflanze ist giftig, die höchste Giftkonzentration findet sich in Wurzeln und Samen.

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Aconitin gehört zu den stärksten bekannten Pflanzengiften und wirkt bereits in kleinsten Mengen toxisch.

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Die Intoxikation verläuft meist sehr schnell und kann ohne Behandlung zu Tod durch Atem- oder Herzstillstand führen.

Häufige Fragen

Ist Giftheil-Eisenhut giftig für Menschen?

Brennen und Parästhesien im Mund, Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kolik, Unruhe, Angst, Ataxie, Krämpfe, möglicherweise Koma, Herzrhythmusstörungen, Sehstörungen bis Blindheit, Atemnot, Tod durch Atemlähmung oder Herzstillstand (Sehr stark)

Ist Giftheil-Eisenhut giftig für Katzen?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Verlauf vergleichbar mit menschlichen Intoxikationen (Sehr stark)

Ist Giftheil-Eisenhut giftig für Hunde?

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Verlauf vergleichbar mit menschlichen Intoxikationen (Sehr stark)

Ist Giftheil-Eisenhut giftig für Pferde?

Pferde sind besonders empfindlich, Symptome verlaufen ähnlich wie bei Menschen, erhöhtes Risiko für tödliche Verläufe (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Brennen und Parästhesien im Mund, Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kolik, Unruhe, Angst, Ataxie, Krämpfe, möglicherweise Koma, Herzrhythmusstörungen, Sehstörungen bis Blindheit, Atemnot, Tod durch Atemlähmung oder Herzstillstand

Katzen
Sehr stark

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Verlauf vergleichbar mit menschlichen Intoxikationen

Hunde
Sehr stark

Keine spezifischen Symptomdaten verfügbar, Verlauf vergleichbar mit menschlichen Intoxikationen

Pferde
Sehr stark

Pferde sind besonders empfindlich, Symptome verlaufen ähnlich wie bei Menschen, erhöhtes Risiko für tödliche Verläufe

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGesamte Pflanze, insbesondere Wurzeln und Samen sowie Blumenwasser. Oberirdische Teile haben vor der Blüte den höchsten Giftgehalt, getrocknete Pflanzenteile sind etwas weniger giftig.
VergiftungswegHauptsächlich orale Aufnahme durch Verzehr von Pflanzenteilen, Hautkontakt mit verletzter Haut kann ebenfalls zur Aufnahme von Giftstoffen führen.
Giftige InhaltsstoffeAconitin; Mesaconitin; Hypaconitin; N-Desethylaconitin; Oxoaconitin; 14-Acetylneolin; Aconosin; Hokbusin A; Senbusin C; Magnoflorin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortiger Abbruch der Kontaktaufnahme zur Pflanze
  • • Bei oraler Aufnahme kein selbstständiges Erbrechen herbeiführen, um Schleimhautschäden zu vermeiden
  • • Rasche Kontaktaufnahme zu einem Arzt oder Tierarzt

Sofort Tierarzt rufen

  • • Sofort bei nachgewiesenem oder vermutetem Verzehr von Pflanzenteilen
  • • Bei Auftreten von ersten Symptomen wie Brennen im Mund, Speichelfluss oder Unruhe nach Kontakt zur Pflanze
  • • Bei Herzrhythmusstörungen oder Atembeschwerden

Prävention

  • • Pflanze von Kindern, Hunden, Katzen und Weidetieren fernhalten
  • • Pflanze nicht in Gärten anbauen, die von Kindern oder Tieren frequentiert werden
  • • Bei Gartenarbeiten Handschuhe tragen, um Hautkontakt zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination z. B. Gabe von medizinischer Kohle bei oraler Aufnahme
  • • Symptomatische Therapie zur Stabilisierung von Herz- und Atemfunktion
  • • Verabreichung von Antiarrhythmika bei Herzrhythmusstörungen
  • • Kontraindiziert: Digitalis und Strophanthin
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAconitum anthora L.
AliasnamenBlassgelber Eisenhut、Gift-Eisenhut
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
HerzNervensystemAtemwegeMagen-Darm-TraktAugen
Wirkmechanismus

• Diterpenalkaloide wie Aconitin blockieren spannungsgesteuerte Natriumkanäle in Nerven- und Muskelzellen

• Störung der Erregungsleitung im Herzen und im peripheren Nervensystem

• Verursachen Lähmungen von Muskulatur einschließlich Atemmuskulatur und Herzrhythmusstörungen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pferd: Besonders empfindlich gegenüber den Giftstoffen, erhöhtes Risiko für tödliche Verläufe
Esel: Besonders empfindlich gegenüber den Giftstoffen, erhöhtes Risiko für tödliche Verläufe
Ziege: Besonders empfindlich gegenüber den Giftstoffen, erhöhtes Risiko für tödliche Verläufe
Schaf: Etwas geringere Empfindlichkeit im Vergleich zu Pferden, Eseln und Ziegen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Eisenhut-Arten Andere Aconitum-Arten
Sehr ähnliches Aussehen, alle Eisenhut-Arten sind hochgiftig
Rittersporn Delphinium sp.
Sehr ähnliches Aussehen, ebenfalls sehr stark giftig
Echter Sellerie Apium graveolens
Wurzelknollen können verwechselt werden; Unterscheidung: Sellerie hat gefiederte wechselständige Blätter und weiße Blüten in Dolden, ungiftig
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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