Paternostererbse giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 1,190 fanden dies hilfreich
Abrus precatorius
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Besonders die Samen sind hochgiftig, wenn ihre harte Schale verletzt oder aufgebrochen ist.

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Die Pflanze führt bei Katzen, Hunden und Pferden unbehandelt oft zu tödlichen Vergiftungen.

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Zu den giftigen Hauptinhaltsstoffen gehören das Toxalbumin Abrin und die Abrinsäure.

Häufige Fragen

Ist Paternostererbse giftig für Menschen?

Starkes Erbrechen, blutiger Durchfall, Muskelzittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock bis zum Tod bei Aufnahme geringer Mengen (Sehr stark)

Ist Paternostererbse giftig für Katzen?

Schweres Erbrechen und Durchfall (teilweise blutig), Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock, Tod (Sehr stark)

Ist Paternostererbse giftig für Hunde?

Schweres Erbrechen und Durchfall (teilweise blutig), Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock, Tod (Sehr stark)

Ist Paternostererbse giftig für Pferde?

Schweres Erbrechen und Durchfall (teilweise blutig), Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock, Tod (Sehr stark)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Starkes Erbrechen, blutiger Durchfall, Muskelzittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock bis zum Tod bei Aufnahme geringer Mengen

Katzen
Sehr stark

Schweres Erbrechen und Durchfall (teilweise blutig), Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock, Tod

Hunde
Sehr stark

Schweres Erbrechen und Durchfall (teilweise blutig), Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock, Tod

Pferde
Sehr stark

Schweres Erbrechen und Durchfall (teilweise blutig), Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, Schock, Tod

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, besonders Samen bei beschädigter Samenschale
VergiftungswegHauptsächlich orale Aufnahme von Pflanzenteilen oder beschädigten Samen
Giftige InhaltsstoffeAbrin (Lektin bzw. Toxalbumin); Abrinsäure (Glykosid)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort alle verbliebenen Pflanzenreste aus dem Maul des betroffenen Tieres und dessen Umgebung entfernen
  • • Kein selbstständiges Herbeiführen von Erbrechen ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung
  • • Atemfrequenz, Puls und Bewusstseinszustand des Tieres kontinuierlich kontrollieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn das Tier auch nur geringe Mengen der Pflanze oder ihrer Samen aufgenommen hat
  • • Bei Auftreten von Erbrechen, Durchfall, Zittern oder Fieber nach Kontakt mit der Pflanze
  • • Bei Bewusstlosigkeit, Schocksymptomen oder blutigen Ausscheidungen

Prävention

  • • Halten Sie die Pflanze grundsätzlich außerhalb der Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern
  • • Achten Sie darauf, dass keine Samen der Paternostererbse in Futter, Spielzeug oder Liegeplätze von Tieren gelangen
  • • Entfernen Sie wild wachsende Exemplare direkt in Bereichen, zu denen Haustiere ungehindert Zugang haben

Behandlung & Prognose

  • • Tierärztliche Induktion von Erbrechen und Gabe von Aktivkohle zur Bindung freier Giftstoffe
  • • Symptomatische Therapie mit Flüssigkeitssubstitution, Medikamenten gegen Erbrechen und Krämpfen zur Kreislaufstabilisierung
  • • Engmaschige Überwachung von Herzfunktion und Organwerten über mindestens 24 Stunden nach Aufnahme
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameAbrus precatorius
AliasnamenKrabosauge
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHerzLeberNiereZentralnervensystem
Wirkmechanismus

• Abrin hemmt die Proteinsynthese in Körperzellen und führt so zu massivem Zelltod

• Abrinsäure reizt die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts massiv und führt zu schweren Entzündungen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Nagetier: Auch für Kaninchen, Meerschweinchen und andere Heimnagetiere ist die Pflanze hochgiftig, bereits geringe Samenmengen führen zum Tod.
Haustier Vogel: Während Wildvögel die Samen teilweise vertragen, sind Haustervögel wie Papageien oder Sittiche bereits durch kleine Mengen stark gefährdet.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gartenerbse Pisum sativum
Ähnelt im Blatt- und Blütenwuchs der Paternostererbse, hat aber im Gegensatz zu dieser keine leuchtend rot-schwarzen Samen und ist ungiftig.
Saate Platterbse Lathyrus sativus
Gehört ebenfalls zur Familie der Hülsenfrüchtler und ähnelt im Wuchs, hat aber einfarbige helle Samen statt der charakteristischen zweifarbigen Samen der Paternostererbse.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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