Eibe giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 2,169 fanden dies hilfreich
Taxus spp.
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Eiben enthalten das giftige Taxin, das selbst in kleinsten Mengen für viele Tierarten tödlich wirkt.

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Bei Hunden treten als frühe Symptome Muskelzittern, Atemnot und Krämpfe auf, bevor es zum Herzversagen kommt.

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Bei Verdacht auf Eibenaufnahme ist umgehend ein Tierarzt zu konsultieren, da oft keine Warnsymptome auftreten.

Häufige Fragen

Ist Eibe giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten im vorliegenden Datensatz, aber Aufnahme führt auch bei Menschen zu tödlichen Herzrhythmusstörungen. (Sehr stark)

Ist Eibe giftig für Katzen?

Hochgiftig, führt in den meisten Fällen ohne vorherige sichtbare Symptome zu plötzlichem Tod durch Herzversagen. (Sehr stark)

Ist Eibe giftig für Hunde?

Frühe Vergiftungszeichen: Muskelzittern, Atemnot, Krämpfe; danach tritt akutes Herzversagen mit plötzlichem Tod ein. (Sehr stark)

Ist Eibe giftig für Pferde?

Hochgiftig, schon geringe Aufnahmen führen zu akutem Herzversagen und plötzlichem Tod ohne ausgeprägte Vorwarnzeichen. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Sehr stark

Keine spezifischen Daten im vorliegenden Datensatz, aber Aufnahme führt auch bei Menschen zu tödlichen Herzrhythmusstörungen.

Katzen
Sehr stark

Hochgiftig, führt in den meisten Fällen ohne vorherige sichtbare Symptome zu plötzlichem Tod durch Herzversagen.

Hunde
Sehr stark

Frühe Vergiftungszeichen: Muskelzittern, Atemnot, Krämpfe; danach tritt akutes Herzversagen mit plötzlichem Tod ein.

Pferde
Sehr stark

Hochgiftig, schon geringe Aufnahmen führen zu akutem Herzversagen und plötzlichem Tod ohne ausgeprägte Vorwarnzeichen.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile außer dem roten, fleischigen Samenmantel (Arillus); besonders giftig sind Nadeln, Rinde und Samen.
VergiftungswegHauptsächlich durch Verschlucken von Pflanzenteilen; Hautkontakt verursacht in der Regel keine Vergiftungen.
Giftige InhaltsstoffeTaxin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Aufnahme von Eibenteilen verhindern und das Tier von der Pflanze entfernen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, ohne vorherige Rücksprache mit einem Tierarzt
  • • Sämtliche übrig gebliebenen Pflanzenteile für die Tierarztuntersuchung sammeln und mitbringen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei jeder nachgewiesenen oder vermuteten Aufnahme von Eibenteilen, auch wenn noch keine Symptome sichtbar sind
  • • Wenn Vergiftungssymptome wie Muskelzittern, Atemnot oder Krämpfe auftreten
  • • Bei Bewusstlosigkeit, unregelmäßigem Puls oder Atemstillstand des betroffenen Tieres

Prävention

  • • Eiben im Hausgarten vollständig entfernen oder für Haustiere und Weidetiere unzugänglich sichern
  • • Beim Spaziergang mit Hunden darauf achten, dass diese keine Eibennadeln oder -samen fressen
  • • Abgeschnittene Eibenzweige nie in der Nähe von Tiergehegen oder Futterplätzen entsorgen

Behandlung & Prognose

  • • Sofortige Stabilisierung von Herz- und Atemfunktion durch einen Tierarzt
  • • Gabe von Aktivkohle zur Bindung des Giftes, falls die Aufnahme weniger als 2 Stunden zurückliegt
  • • 24-stündige Überwachung der Herzfunktion, auch nach Abklingen von sichtbaren Symptomen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameTaxus spp.
AliasnamenJapanische Eibe
Giftigkeitsgrad
MenschenSehr stark
KatzenSehr stark
HundeSehr stark
PferdeSehr stark
Zielorgane
HerzZentralnervensystemAtemwege
Wirkmechanismus

• Taxin hemmt Ionenkanäle im Herzmuskel, was zu akuter Herzinsuffizienz und tödlichem Herzstillstand führt

• Zusätzlich wirkt der Stoff neurotoxisch, sodass Muskelzittern und Krämpfe ausgelöst werden können

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rind: Hochgiftig, schon 100g Eibennadeln führen zu tödlichem Herzversagen
Schaf: Giftig, geringe Aufnahmemengen führen zu Herzrhythmusstörungen und Tod
Nager (z. B. Meerschweinchen, Kaninchen): Relativ geringere Toxizität, aber größere Mengen lösen ebenfalls tödliche Vergiftungen aus
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gewöhnlicher Wacholder Juniperus communis
Beide haben nadelartige immergrüne Blätter; Unterschied: Wacholder trägt blaue Beeren, Eibe rote Samenmäntel, Wacholder ist deutlich weniger giftig
Gewöhnliche Stechpalme Ilex aquifolium
Beide sind immergrün und haben rote Früchte; Unterschied: Stechpalme hat dornige Blattränder, Eibe flache, weiche Nadeln
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Verwandte giftige Pflanzen

Gewöhnliche Eibe
Gewöhnliche Eibe
Taxus baccata
sehr stark giftig +++
Japanische Eibe
Japanische Eibe
Taxus cuspidata
sehr stark giftig +++
Kanadische Eibe
Kanadische Eibe
Taxus canadensis
sehr stark giftig +++

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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