Ahorn-Runzelschorf giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 4,694 fanden dies hilfreich
Rhytisma acerinum (Pers.) Fr.
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Besonders für Pferde besteht hohes Risiko: 75% der betroffenen Tiere sterben ohne Behandlung innerhalb von 72 Stunden.

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Giftige Bestandteile sind Mykotoxine des Pilzes sowie Hypoglycin A aus befallenen Ahornsamen und -keimlingen.

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Höchstes Vergiftungsrisiko besteht im Frühling und Herbst auf Weiden mit Ahornbäumen.

Häufige Fragen

Ist Ahorn-Runzelschorf giftig für Menschen?

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert (Ungiftig)

Ist Ahorn-Runzelschorf giftig für Katzen?

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert (Ungiftig)

Ist Ahorn-Runzelschorf giftig für Hunde?

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert (Ungiftig)

Ist Ahorn-Runzelschorf giftig für Pferde?

Atypische Myopathie/saisonale Weidemyopathie mit Muskelschwäche, -steifheit, dunklem Urin, Kolik-Anzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert

Katzen
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert

Hunde
Ungiftig

Keine bekannten Vergiftungsfälle dokumentiert

Pferde
Sehr stark

Atypische Myopathie/saisonale Weidemyopathie mit Muskelschwäche, -steifheit, dunklem Urin, Kolik-Anzeichen, Muskelzittern und starken Muskelschmerzen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDunkel verfärbte veränderte Samen und befallene Blätter mit schwarzen Flecken
VergiftungswegOrale Aufnahme beim Fressen von befallenen Blättern, Samen oder Keimlingen auf Weiden
Giftige InhaltsstoffeMykotoxine von Rhytisma acerinum; Hypoglycin A (nicht-proteinogene Aminosäure aus Samen/Keimlingen von Acer negundo, Acer pseudoplantanus, Acer palmatum); Gegebenenfalls Beteiligung von Clostridium sordellii

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Betroffenes Tier sofort von der Weide entfernen und Zugang zu befallenen Pflanzen verwehren
  • • Keine weitere Futtergabe bis zur tierärztlichen Abklärung
  • • Auftretende Symptome wie dunkler Urin oder Muskelsteifheit umgehend dokumentieren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Auftreten von Muskelschwäche, Muskelzittern oder dunklem Urin nach Aufenthalt auf risikobehafteten Weiden
  • • Bei Anzeichen von Kolik oder starken Schmerzen bei Pferden
  • • Wenn bekannt ist, dass das Tier befallene Blätter oder Ahornsamen gefressen hat

Prävention

  • • Im Frühling und Herbst (Oktober-Dezember) Weidedauer von Pferden auf risikobehafteten Flächen auf maximal 6 Stunden beschränken
  • • Keine Nutzung von Weiden mit Ahornbäumen, Altholz oder verbliebenem Herbstlaub
  • • Auf stark verbissenen Weiden ausreichend Heu zufüttern, um Fressen von befallenen Pflanzen zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination des Magen-Darm-Trakts durch einen Tierarzt durchführen lassen
  • • Symptomatische Therapie entsprechend den gültigen Notfallprotokollen für Myopathien
  • • Unterstützende Versorgung zur Schmerzlinderung und Stabilisierung des Muskelstoffwechsels
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameRhytisma acerinum (Pers.) Fr.
AliasnamenTeerfleckenkrankheit
Giftigkeitsgrad
MenschenUngiftig
KatzenUngiftig
HundeUngiftig
PferdeSehr stark
Zielorgane
SkelettmuskulaturNieren (durch Myoglobin aus geschädigten Muskelzellen)Herzmuskulatur
Wirkmechanismus

• Mykotoxine des Pilzes wirken zusammen mit Hypoglycin A aus befallenen Ahornpflanzen toxisch auf den Muskelstoffwechsel

• Hypoglycin A hemmt den Fettsäureabbau, was zu massiven Muskelzellschäden führt

• Gegebenenfalls verstärkt Clostridium sordellii die Vergiftungssymptome

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pferd: Hohes Risiko bei Aufnahme von befallenen Pflanzen, 75% Mortalität innerhalb von 72 Stunden ohne Behandlung
Rind und Schaf: Keine dokumentierten Vergiftungsfälle bekannt
Kleintiere (Katze, Hund): Keine bekannten Vergiftungsfälle nach Aufnahme geringer Mengen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Runzelschorf-Arten Rhytisma spp.
Optisch sehr ähnlich, teils ebenfalls mit Ahornarten assoziiert; Unterscheidung ist nur mikroskopisch möglich.
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

Gepunkteter Runzelschorf
Rhytisma punctatum
Speziesspezifisch giftig für Pflanzenfresser
Kiefernnadel-Schütte
Lophodermium pinastri
Geringgradig giftig bei Aufnahme großer Mengen
Eichenblatt-Runzelschorf
Coccomyces dentatus
Keine nachgewiesene Toxizität für Haustiere

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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