Grannen-Klappertopf giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 4,481 fanden dies hilfreich
Rhinanthus glacialis Personnat
1

Die gesamte Pflanze ist schwach giftig, der Wirkstoff Aucubin ist im getrockneten Heu allerdings nicht mehr wirksam

2

Ab einem Anteil von 3% der Pflanze pro Quadratmeter Grünland sinkt der Futterertrag deutlich

3

Bei Verzehr können unter anderem Kolik, Krämpfe und blutiger Urin als Vergiftungssymptome auftreten

Häufige Fragen

Ist Grannen-Klappertopf giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verzehr werden ähnliche Symptome wie bei Nutztieren erwartet: Magen-Darm-Schmerzen, Durchfall, Krämpfe, Nierenschäden (Gering)

Ist Grannen-Klappertopf giftig für Katzen?

Keine spezifischen toxikologischen Daten für Katzen verfügbar, eine schwache Giftigkeit wird vermutet (Gering)

Ist Grannen-Klappertopf giftig für Hunde?

Keine spezifischen toxikologischen Daten für Hunde verfügbar, eine schwache Giftigkeit wird vermutet (Gering)

Ist Grannen-Klappertopf giftig für Pferde?

Magen-Darm-Entzündungen, Verdauungshemmung, Durchfall, Kolik, Krämpfe durch Entzündung des Zentralnervensystems, blutiger Urin durch Nierenentzündung (Gering)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verzehr werden ähnliche Symptome wie bei Nutztieren erwartet: Magen-Darm-Schmerzen, Durchfall, Krämpfe, Nierenschäden

Katzen
Gering

Keine spezifischen toxikologischen Daten für Katzen verfügbar, eine schwache Giftigkeit wird vermutet

Hunde
Gering

Keine spezifischen toxikologischen Daten für Hunde verfügbar, eine schwache Giftigkeit wird vermutet

Pferde
Gering

Magen-Darm-Entzündungen, Verdauungshemmung, Durchfall, Kolik, Krämpfe durch Entzündung des Zentralnervensystems, blutiger Urin durch Nierenentzündung

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze ist leicht giftig, als Futter nur geringwertig
VergiftungswegAufnahme durch Verzehr frischer Pflanzenteile; der toxische Wirkstoff ist im getrockneten Heu nicht mehr aktiv
Giftige InhaltsstoffeAucubin (auch Rhinanthin genannt, zu den Iridoidglykosiden gehörend)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Verzehr der Pflanze umgehend beenden, keine weiteren Teile aufnehmen
  • • Bei bewusstseinsklaren Tieren/Personen bei größeren aufgenommenen Mengen Erbrechen herbeiführen
  • • Frische Pflanzprobe zur späteren Identifizierung aufbewahren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Auftreten von Koliksymptomen, Krämpfen oder blutigem Urin
  • • Bei anhaltendem Durchfall oder starken Bauchschmerzen nach Verzehr
  • • Bei Verdacht auf Aufnahme großer Mengen der Pflanze

Prävention

  • • Grünland regelmäßig auf Anteile von Grannen-Klappertopf überprüfen, Anteil unter 3% halten
  • • Keine frischen Pflanzenteile an Haustiere oder Nutztiere verfüttern
  • • Kinder über die Giftigkeit der Pflanze aufklären, um versehentlichen Verzehr zu verhindern

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination zum Beispiel durch Gabe von Aktivkohle bei frischer Aufnahme
  • • Symptomatische Therapie zur Behandlung von Entzündungen, Krämpfen und Flüssigkeitsverlust
  • • Überwachung der Nierenfunktion bei schweren Vergiftungsfällen
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameRhinanthus glacialis Personnat
AliasnamenRhinanthus angustifolius auct.、Rhinanthus subalpinus (Stern.) Sch. & Th.、Rhinanthus aristatus Celak.
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktZentralnervensystemNieren
Wirkmechanismus

• Der Wirkstoff Rhinanthin verursacht Entzündungen im Magen-Darm-Bereich und hemmt die Verdauung

• Weiterhin löst er Entzündungen des Zentralnervensystems und der Nieren aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder: Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Verzehr großer Mengen werden ähnliche Symptome wie bei Pferden erwartet
Schafe: Keine spezifischen Daten verfügbar, die Empfindlichkeit gegenüber dem Gift wird als geringer als bei Pferden eingestuft
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Klappertopf-Arten Rhinanthus spp.
Alle Arten der Gattung Rhinanthus ähneln sich stark im Aussehen und weisen eine vergleichbare schwache Giftigkeit auf.
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Verwandte giftige Pflanzen

Kleiner Klappertopf
Kleiner Klappertopf
Rhinanthus minor
Schwach giftig
Wiesen-Wachtelweizen
Melampyrum pratense
Schwach giftig
Gewöhnlicher Sommerwurz
Orobanche major
Schwach giftig

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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