Zirbe giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 1,010 fanden dies hilfreich
Zirbe
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Toxische Bestandteile sind ätherische Öle mit Terpenen sowie Diterpene, die nieren- und nervenschädigend wirken.

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Erste Symptome treten 2-3 Tage nach Aufnahme auf, später folgen Lähmungen, Organschäden bis hin zum Tod durch Atemlähmung.

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Eine Verfütterung an Tiere darf ausschließlich mit getrocknetem Pflanzenmaterial erfolgen, da frische Teile giftiger sind.

Häufige Fragen

Ist Zirbe giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme können Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Beschwerden und Organschäden auftreten. (Mäßig)

Ist Zirbe giftig für Katzen?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei nachgewiesener Aufnahme wird umgehend ein Tierarzt konsultiert. (Unbekannt)

Ist Zirbe giftig für Hunde?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei nachgewiesener Aufnahme wird umgehend ein Tierarzt konsultiert. (Unbekannt)

Ist Zirbe giftig für Pferde?

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei nachgewiesener Aufnahme wird umgehend ein Tierarzt konsultiert. (Unbekannt)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Mäßig

Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme können Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Beschwerden und Organschäden auftreten.

Katzen
Unbekannt

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei nachgewiesener Aufnahme wird umgehend ein Tierarzt konsultiert.

Hunde
Unbekannt

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei nachgewiesener Aufnahme wird umgehend ein Tierarzt konsultiert.

Pferde
Unbekannt

Keine spezifischen Toxizitätsdaten verfügbar, bei nachgewiesener Aufnahme wird umgehend ein Tierarzt konsultiert.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileRinde, Nadeln, Sprossen
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Haut- und Schleimhautkontakt mit Harz oder frischen Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeÄtherisches Öl (Terpentinöl mit Monoterpenen: α-Pinen, Caren, β-Pinen, Limonen, Norcamphen, Borneol u.a.); Diterpene (Tricyclophytan, Abietinsäure); Diterpensäure (Isocupressinsäure)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Beendigung der Aufnahme von Pflanzenteilen
  • • Entfernung von Pflanzenresten aus Mund und betroffenen Hautstellen
  • • Kein eigenständiges Erbrechen herbeiführen, es sei denn, dies wird von medizinischem Fachpersonal angeordnet

Sofort Tierarzt rufen

  • • Nachgewiesene Aufnahme größerer Mengen an Pflanzenteilen
  • • Auftreten von Speichelfluss, Magen-Darm-Beschwerden oder Appetitlosigkeit nach Kontakt
  • • Auftreten von Lähmungserscheinungen, Krämpfen oder Bewusstseinsveränderungen

Prävention

  • • Keine Verfütterung von frischen Zirbenteilen an Tiere, nur getrocknetes Material in geringen Mengen verwenden
  • • Pflanzen außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren aufbewahren
  • • Bei der Handhabung Hautkontakt mit dem Harz der Pflanze möglichst vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination (Entfernung von Pflanzenresten, Magenspülung bei entsprechender Indikation)
  • • Symptomatische Therapie nach ärztlicher oder tierärztlicher Anweisung
  • • Dauerhafte Überwachung der Organfunktionen von Niere, Leber und Atemwege
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NamePinus cembra L.
AliasnamenArve、Zirbel-Kiefer
Giftigkeitsgrad
MenschenMäßig
KatzenUnbekannt
HundeUnbekannt
PferdeUnbekannt
Zielorgane
Magen-Darm-TraktNierenLeberNervensystemAtemwege
Wirkmechanismus

• Ätherische Öle reizen unmittelbar Schleimhäute und den Magen-Darm-Trakt

• Enthaltene Diterpene wirken nephrotoxisch (nierenschädigend) und neurotoxisch (nervenschädigend)

• Isocupressinsäure löst bei trächtigen Weidetieren Fehlgeburten aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Rinder: Verfütterung von getrockneten Nadeln verwandter Kiefernarten nach dem 116. Trächtigkeitstag kann Fehlgeburten auslösen.
Büffel (Bison bison): Aufnahme größerer Mengen an Kiefernnadeln führt zu Gastroenteritis, Nierenschäden, Lähmungen und im schlimmsten Fall Tod durch Atemlähmung.
Weidetiere allgemein: Frische Pflanzenteile weisen eine höhere Giftwirkung auf als getrocknete, eine Verfütterung sollte nur mit getrocknetem Material erfolgen.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Wald-Kiefer Pinus sylvestris
Optisch der Zirbe sehr ähnlich, enthält aber höhere Konzentrationen an toxischer Abietinsäure und weist eine höhere Giftigkeit auf.
Gelb-Kiefer Pinus ponderosa
Wird häufig mit der Zirbe verwechselt, enthält Isocupressinsäure die bei Weidetieren Fehlgeburten auslösen kann.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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