Pericallis-Hybriden giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 2,991 fanden dies hilfreich
Pericallis-Hybriden
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Alle Pflanzenteile enthalten giftige Pyrrolizidinalkaloide, die durch Trocknung, Silageerzeugung oder Kochen nicht unschädlich gemacht werden.

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Besonders empfindliche Tierarten sind Schweine, Pferde, Rinder und Hühner, bei denen schon geringe Mengen tödlich wirken können.

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Eine spezifische Therapie bestehender Vergiftungen ist aussichtslos, einzig sofortiges Absetzen von belastetem Futter ist möglich.

Häufige Fragen

Ist Pericallis-Hybriden giftig für Menschen?

Keine ausreichenden Daten zu Vergiftungserscheinungen bei Menschen verfügbar, bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Arzt konsultieren. (Gering)

Ist Pericallis-Hybriden giftig für Katzen?

Keine ausreichenden Daten zu Vergiftungserscheinungen bei Katzen verfügbar, bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Pericallis-Hybriden giftig für Hunde?

Keine ausreichenden Daten zu Vergiftungserscheinungen bei Hunden verfügbar, bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Tierarzt konsultieren. (Gering)

Ist Pericallis-Hybriden giftig für Pferde?

Mögliche Erkrankung an Seneziose (Schweinsberger Krankheit), akuter Verlauf oft tödlich innerhalb weniger Tage, chronische Symptome können bis 6 Monate nach Aufnahme auftreten. (Sehr stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine ausreichenden Daten zu Vergiftungserscheinungen bei Menschen verfügbar, bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Arzt konsultieren.

Katzen
Gering

Keine ausreichenden Daten zu Vergiftungserscheinungen bei Katzen verfügbar, bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Tierarzt konsultieren.

Hunde
Gering

Keine ausreichenden Daten zu Vergiftungserscheinungen bei Hunden verfügbar, bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Tierarzt konsultieren.

Pferde
Sehr stark

Mögliche Erkrankung an Seneziose (Schweinsberger Krankheit), akuter Verlauf oft tödlich innerhalb weniger Tage, chronische Symptome können bis 6 Monate nach Aufnahme auftreten.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileDie gesamte Pflanze
VergiftungswegOrale Aufnahme (Verzehr von Pflanzenteilen, belastetem Heu, Silage oder Futtermischungen)
Giftige InhaltsstoffePyrrolizidinalkaloide (Jacobin, Jaconin, Jacodin, Senecionin, Retrorsin, Seneciphyllin, Senkirkin); Oxalate

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Beendigung der Aufnahme von Pflanzenteilen oder potenziell belastetem Futter.
  • • Sammeln von Resten der aufgenommenen Pflanze zur sicheren Identifizierung für den Behandler.
  • • Kein selbstständiges Herbeiführen von Erbrechen ohne ärztliche/tierärztliche Anweisung.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesener oder vermuteter Aufnahme von Pflanzenteilen durch Menschen oder Tiere.
  • • Bei Auftreten von unklaren Gesundheitsbeschwerden nach Kontakt mit der Pflanze.
  • • Bei Feststellung von Verunreinigungen von Nutztierfutter mit Pflanzenteilen.

Prävention

  • • Pflanze nicht in Reichweite von Kindern, Haustieren und Nutztieren aufstellen.
  • • Futterbestände und Weiden regelmäßig auf Verunreinigungen mit Pericallis-Hybriden prüfen.
  • • Gefundene Exemplare auf Weiden und in Futteranbaugebieten umgehend vollständig entfernen.

Behandlung & Prognose

  • • Eine spezifische Therapie bestehender Vergiftungen ist aktuell aussichtslos.
  • • Sofortiges vollständiges Absetzen von allen pyrrolizidinalkaloidhaltigen Futtermitteln.
  • • Supportive Maßnahmen zur Linderung von Symptomen nach ärztlicher/tierärztlicher Anweisung.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NamePericallis x hybrida (Scheidw.) B.Nord.
AliasnamenGarten-Zinerarie、Läuseblume、Läusepflanze
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeSehr stark
Zielorgane
LeberNiereMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Pyrrolizidinalkaloide werden in der Leber zu toxischen Metaboliten umgewandelt, die irreversible Gewebeschäden verursachen.

• Die Toxine sind hitzestabil und behalten ihre volle Giftigkeit auch in getrocknetem Futter, Silage oder nach Kochvorgängen.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vogel: Sehr stark giftig +++, schon geringe Aufnahmemengen führen zu tödlichen Vergiftungen.
Schwein: Höchste Empfindlichkeit (Toxizitäts-Index = 1), akute Vergiftung verläuft fast immer tödlich.
Huhn: Hohe Empfindlichkeit (Toxizitäts-Index = 5), schnell eintretende tödliche Vergiftungen möglich.
Rind: Hohe Empfindlichkeit (Toxizitäts-Index = 14), Risiko der chronischen Seneziose bei langfristiger Futterverunreinigung.
Schaf und Ziege: Geringere Empfindlichkeit (Toxizitäts-Index = 200), chronische Vergiftungen bei andauernder Aufnahme möglich.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Astern Aster sp.
Optische Ähnlichkeit zu Pericallis-Hybriden, Astern sind für Menschen und Tiere jedoch ungiftig.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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