Dreispitzige Jungfernrebe giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 4,285 fanden dies hilfreich
Dreispitzige Jungfernrebe
1

Alle Pflanzenteile sind giftig, die Beeren weisen die höchste Konzentration an Giftstoffen auf.

2

Für Menschen liegt die Toxizität im niedrigen Bereich, für Vögel besteht dagegen eine lebensgefährliche Vergiftungsgefahr.

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Die toxischen Bestandteile Calciumoxalat und Oxalsäure reizen nach Einnahme die Schleimhäute stark.

Häufige Fragen

Ist Dreispitzige Jungfernrebe giftig für Menschen?

Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Atemnot durch Rachenödem, Schluckbeschwerden durch Kehlkopfödem (Gering)

Ist Dreispitzige Jungfernrebe giftig für Katzen?

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verdacht auf Einnahme unverzüglich tierärztlich konsultieren (Gering)

Ist Dreispitzige Jungfernrebe giftig für Hunde?

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verdacht auf Einnahme unverzüglich tierärztlich konsultieren (Gering)

Ist Dreispitzige Jungfernrebe giftig für Pferde?

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verdacht auf Einnahme unverzüglich tierärztlich konsultieren (Gering)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Atemnot durch Rachenödem, Schluckbeschwerden durch Kehlkopfödem

Katzen
Gering

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verdacht auf Einnahme unverzüglich tierärztlich konsultieren

Hunde
Gering

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verdacht auf Einnahme unverzüglich tierärztlich konsultieren

Pferde
Gering

Keine spezifischen Symptome dokumentiert, bei Verdacht auf Einnahme unverzüglich tierärztlich konsultieren

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile, insbesondere die unreifen und reifen Beeren
VergiftungswegHauptsächlich durch orale Einnahme von Pflanzenteilen, vor allem Beeren
Giftige InhaltsstoffeCalciumoxalat; Oxalsäure

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofortige Einstellung der Einnahme, restliche Pflanzenreste sorgfältig aus dem Mund entfernen
  • • Kein selbstständiges Erbrechen herbeiführen, um zusätzliche Schleimhautschäden zu vermeiden
  • • Schleimhautschützende Mittel wie Milch oder Alginatpräparate einnehmen/verabreichen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Auftreten von Atemnot, starken Schluckbeschwerden oder anhaltendem Erbrechen
  • • Wenn nachweislich eine größere Menge an Beeren oder Pflanzenteilen eingenommen wurde
  • • Wenn die Beschwerden auch nach ersten Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht abklingen

Prävention

  • • Die Pflanze außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren platzieren
  • • Kinder über die Gefahr des Verzehrs von unbekannten wildwachsenden Beeren aufklären
  • • Bei Unsicherheit der Pflanzenidentität keine Pflanzenteile oder Beeren verzehren

Behandlung & Prognose

  • • Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen je nach Zeitpunkt der Einnahme
  • • Symptomatische Therapie mit schleimhautschützenden Präparaten
  • • Ggf. Verabreichung von Analgetika oder Antihistaminika nach ärztlicher/tierärztlicher Anweisung
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameParthenocissus tricuspidata (Siebold & Zucc.) Planch.; Parthenocissus veitchii (Carrière) Graebn.
AliasnamenDreilappige Jungfernrebe、Wilder Wein
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
MundschleimhautRachenKehlkopfMagen-Darm-Trakt
Wirkmechanismus

• Calciumoxalat und Oxalsäure reizen nach oraler Einnahme direkt die Schleimhäute des Mund-, Rachen- und Magen-Darm-Bereichs

• Die Stoffe können lokale Ödeme im Rachen- und Kehlkopfbereich verursachen, die zu Atem- und Schluckbeschwerden führen

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Vögel: Sehr stark giftig (+++ / Severe), Einnahme kann zu schweren Vergiftungserscheinungen bis zum Tod führen
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Weinrebe Vitis vinifera
Ähnelt im Blattaussehen und den Beeren der Jungfernrebe, für Hunde ist Vitis vinifera jedoch stark giftig, was eine klare Unterscheidung erforderlich macht
Andere Jungfernreben-Arten Parthenocissus spp.
Visuell sehr ähnlich, die Toxizität kann je nach Art unterschiedlich hoch ausfallen, eine genaue Identifizierung ist vor dem Verzehr unbedingt erforderlich
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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