Ysopblättriger Weiderich giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 4,939 fanden dies hilfreich
Ysopblättriger Weiderich
1

Die gesamte Pflanze ist stark giftig, die genauen toxischen Inhaltsstoffe sind bislang nicht abschließend geklärt.

2

Bei Schafen und Rindern tritt 2 bis 14 Tage nach Verzehr schweres Leber- und/oder Nierenversagen auf.

3

Die Mortalitätsrate liegt bei Kühen bei 6,7 bis 33 %, bei Schafen bei 1 bis 20 %.

Häufige Fragen

Ist Ysopblättriger Weiderich giftig für Menschen?

Keine bekannten toxischen Symptome bei Menschen dokumentiert, Verzehr wird grundsätzlich abgeraten. (Gering)

Ist Ysopblättriger Weiderich giftig für Katzen?

Keine ausreichenden Daten zu toxischen Wirkungen bei Katzen vorhanden. (Gering)

Ist Ysopblättriger Weiderich giftig für Hunde?

Keine ausreichenden Daten zu toxischen Wirkungen bei Hunden vorhanden. (Gering)

Ist Ysopblättriger Weiderich giftig für Pferde?

Keine ausreichenden Daten zu toxischen Wirkungen bei Pferden vorhanden. (Gering)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine bekannten toxischen Symptome bei Menschen dokumentiert, Verzehr wird grundsätzlich abgeraten.

Katzen
Gering

Keine ausreichenden Daten zu toxischen Wirkungen bei Katzen vorhanden.

Hunde
Gering

Keine ausreichenden Daten zu toxischen Wirkungen bei Hunden vorhanden.

Pferde
Gering

Keine ausreichenden Daten zu toxischen Wirkungen bei Pferden vorhanden.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze
VergiftungswegAufnahme durch Verzehr von Pflanzenteilen
Giftige InhaltsstoffeUnbekannt; Phenole (insbesondere Taninne und deren Metaboliten, nach aktuellem Forschungsstand vermutet)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort alle verbliebenen Pflanzenteile aus dem Maul des betroffenen Tieres entfernen.
  • • Kein selbstständiges Herbeiführen von Erbrechen ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung.
  • • Sofort Kontakt zu einem Tierarzt aufnehmen und den Verdacht der Pflanzenaufnahme mitteilen.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn eine Aufnahme der Pflanze durch Weidetiere oder Haustiere vermutet wird.
  • • Wenn erste Symptome wie Apathie, Appetitlosigkeit oder Bewegungsstörungen der Hinterbeine auftreten.
  • • Wenn nach Kontakt mit der Pflanze Gelbsucht (Ikterus) oder Überempfindlichkeit gegen Licht festgestellt wird.

Prävention

  • • Weideflächen regelmäßig auf Vorkommen des Ysopblättrigen Weiderichs kontrollieren und gefundene Pflanzen vollständig entfernen.
  • • Kontaminierte Futterbestände sofort austauschen und nicht mehr an Tiere verfüttern.
  • • Haustiere von bekannten Vorkommen der giftigen Pflanze fernhalten.

Behandlung & Prognose

  • • Durchführung einer symptomatischen Therapie nach tierärztlicher Anweisung.
  • • Sofortiger Wechsel des Futters bei nachgewiesener Kontamination.
  • • Unterstützende Therapie zur Stabilisierung der Leber- und Nierenfunktion bei Bedarf.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameLythrum hyssopifolia L.
AliasnamenYsop-Blutweiderich
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
LeberNiere
Wirkmechanismus

• Die genaue Wirkungsweise ist bislang nicht abschließend geklärt.

• Es wird vermutet, dass enthaltene Taninne und deren Stoffwechselprodukte Leber- und Nierenzellen nachhaltig schädigen.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Schaf: Verzehr führt nach 2 bis 14 Tagen zu Leber- und Nierenversagen, die Mortalitätsrate liegt bei 1 bis 20 %.
Rind/Kuh: Verzehr führt nach 2 bis 14 Tagen zu Leber- und Nierenversagen, die Mortalitätsrate liegt bei 6,7 bis 33 %.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Weiderich-Arten Lythrum spp.
Viele andere Weiderich-Arten sind optisch sehr ähnlich, teilweise jedoch ungiftig. Der Ysopblättrige Weiderich zeichnet sich durch seine kleinen, schmalen, ysopähnlichen Blätter aus.
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

Gemeiner Blutweiderich
Gemeiner Blutweiderich
Lythrum salicaria
Schwach giftig (+)
Ruten-Weiderich
Lythrum virgatum
Mäßig giftig (+)
Quirlblättriger Sumpfweiderich
Decodon verticillatus
Stark giftig (++)

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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