Scharlachrote Blutblume giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 5 Min. Lesezeit| 878 fanden dies hilfreich
Haemanthus coccineus L.
1

Die Pflanze enthält mehrere toxische Alkaloide, die Verdauungsstörungen, Herzprobleme und neurologische Symptome verursachen

2

Sie ist grundsätzlich nicht als Futter für Tiere geeignet, auch wenn bisher keine offiziellen Tiervergiftungsfälle dokumentiert sind

3

Bei nachgewiesener Bradykardie nach Kontakt oder Einnahme ist die Gabe von Atropin als Therapie angezeigt

Häufige Fragen

Ist Scharlachrote Blutblume giftig für Menschen?

Keine spezifischen Daten dokumentiert, mögliche Symptome bei Einnahme: Erbrechen, Diarrhö, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Ataxie, Krämpfe, Zittern, Bradykardie, Hypotonie (Stark)

Ist Scharlachrote Blutblume giftig für Katzen?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten verfügbar, bei Einnahme sind ähnliche Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten (Stark)

Ist Scharlachrote Blutblume giftig für Hunde?

Allgemeine Symptome bei Einnahme: Erbrechen, Diarrhö, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe. Zusätzlich sind Fälle von allergischer Dermatitis mit Erythem, Papeln, Pusteln, Alopezie und Lichenifikation nach Hautkontakt beschrieben (Stark)

Ist Scharlachrote Blutblume giftig für Pferde?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten verfügbar, bei Einnahme sind ähnliche Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Stark

Keine spezifischen Daten dokumentiert, mögliche Symptome bei Einnahme: Erbrechen, Diarrhö, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Ataxie, Krämpfe, Zittern, Bradykardie, Hypotonie

Katzen
Stark

Keine spezifischen Vergiftungsdaten verfügbar, bei Einnahme sind ähnliche Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten

Hunde
Stark

Allgemeine Symptome bei Einnahme: Erbrechen, Diarrhö, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe. Zusätzlich sind Fälle von allergischer Dermatitis mit Erythem, Papeln, Pusteln, Alopezie und Lichenifikation nach Hautkontakt beschrieben

Pferde
Stark

Keine spezifischen Vergiftungsdaten verfügbar, bei Einnahme sind ähnliche Symptome wie bei anderen Säugetieren zu erwarten

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle Pflanzenteile gelten als potenziell giftig, die Pflanze ist grundsätzlich nicht als Futter geeignet
VergiftungswegHauptsächlich orale Einnahme, bei Hunden zusätzlich Vergiftungen durch Hautkontakt möglich
Giftige InhaltsstoffeLycorin; Tazzettin; Haemanthamin; Hippeastrin; Galanthamin; Montanin; Hippacin; Pancracin; Narciclasin

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei oraler Einnahme und bewusster betroffener Person/Tier sofort Erbrechen herbeiführen
  • • Kontaktstellen auf der Haut umgehend mit reichlich Wasser und Seife gründlich waschen
  • • Keine selbstständige Medikamentengabe ohne ärztliche/tierärztliche Anweisung durchführen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei Auftreten von Erbrechen, Diarrhö oder Kolik nach Kontakt mit der Pflanze
  • • Bei Anzeichen von Herzrhythmusstörungen, Ataxie, Krämpfen oder Bradykardie
  • • Bei Auftreten von Hautrötungen, Papeln oder unerklärlichem Haarausfall bei Hunden nach Kontakt

Prävention

  • • Die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren
  • • Die Pflanze auf keinen Fall als Futter für Nutztiere oder Haustiere verwenden
  • • Bei der Handhabung der Pflanze ggf. Handschuhe tragen, um Hautkontakt zu vermeiden

Behandlung & Prognose

  • • Sofortige Dekontamination (z. B. Aktivkohlegabe bei oraler Einnahme)
  • • Symptomatische Therapie gemäß geltendem Notfallprotokoll
  • • Gabe von Atropin bei nachgewiesener Bradykardie
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameHaemanthus coccineus L.
AliasnamenHaemanthus concolor Herb.、Haemanthus tigrinus Jacq.
Giftigkeitsgrad
MenschenStark
KatzenStark
HundeStark
PferdeStark
Zielorgane
VerdauungstraktHerzZentrales NervensystemHaut (bei Hunden)
Wirkmechanismus

• Die enthaltenen Alkaloide wirken schädigend auf Verdauungstrakt, Herz-Kreislauf-System und zentrales Nervensystem

• Einige Inhaltsstoffe lösen bei empfindlichen Hunden allergische Hautreaktionen aus

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Hund: Neben allgemeinen Vergiftungssymptomen bei oraler Einnahme besteht nachgewiesenes Risiko für allergische Dermatitis nach Hautkontakt
Nutztiere (Rinder, Schafe, Ziegen): Die Pflanze ist grundsätzlich nicht als Futter geeignet, auch wenn bisher keine Vergiftungsfälle in der Literatur beschrieben sind
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Blutblumen-Arten Haemanthus spp.
Arten der Gattung Haemanthus sehen sich optisch sehr ähnlich; alle Vertreter gelten als potenziell giftig, es gibt keine essbaren Arten der Gattung
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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