Echte Feige giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 2,728 fanden dies hilfreich
Echte Feige
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Alle Pflanzenteile der Echten Feige sind giftig, sie enthält unter anderem Ficin, Triterpene und Furanocumarine im Milchsaft.

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Bei Aufnahme kleiner Mengen treten typischerweise Erbrechen und Durchfall auf, bei grossen Mengen sind Krämpfe und Lähmungen möglich.

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Die Behandlung erfolgt über Dekontamination und symptomatische Therapie, bei schweren Symptomen ist umgehend ein Arzt oder Tierarzt zu konsultieren.

Häufige Fragen

Ist Echte Feige giftig für Menschen?

Erbrechen, Durchfall, bei Einnahme grösserer Mengen möglicherweise Krämpfe und Lähmungen (Gering)

Ist Echte Feige giftig für Katzen?

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen (Gering)

Ist Echte Feige giftig für Hunde?

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen (Gering)

Ist Echte Feige giftig für Pferde?

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen (Gering)

Pflanze unbekannt? Foto machen und in 1 Sekunde bestimmenApp laden

Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Erbrechen, Durchfall, bei Einnahme grösserer Mengen möglicherweise Krämpfe und Lähmungen

Katzen
Gering

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen

Hunde
Gering

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen

Pferde
Gering

Keine spezifischen Studiendaten verfügbar, es wird von ähnlichen Symptomen wie bei Menschen ausgegangen

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze
VergiftungswegOrale Aufnahme von Pflanzenteilen, Hautkontakt mit dem pflanzlichen Milchsaft
Giftige InhaltsstoffeTriterpene (in allen Ficus-Arten); Calotropenylacetat, Methylmaslinat, Lupeolacetat (in Blättern); Proteasen: Ficin A, B, C, D1, D2 (in allen Ficus-Arten); Furanocumarine: 5-Methoxypsoralen, 8-Methoxypsoralen (im Milchsaft)

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Mund mit klarem Wasser gründlich ausspülen bei oraler Aufnahme, kein herbeigeführtes Erbrechen ohne ärztliche Anweisung
  • • Betroffene Hautstellen bei Kontakt mit Milchsaft umgehend mit Seife und kaltem Wasser waschen
  • • Pflanzenreste für die Identifizierung durch Arzt oder Tierarzt aufbewahren

Sofort Tierarzt rufen

  • • Wenn Erbrechen, anhaltender Durchfall oder Bauchschmerzen nach Kontakt auftreten
  • • Bei Aufnahme grösserer Mengen von Pflanzenteilen
  • • Bei Auftreten von Krämpfen, Lähmungserscheinungen oder Bewusstseinsveränderungen

Prävention

  • • Pflanze ausserhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren platzieren
  • • Beim Beschneiden Schutzhandschuhe tragen, um Kontakt mit dem giftigen Milchsaft zu vermeiden
  • • Unreife Früchte und andere Pflanzenteile nicht verzehren

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination z.B. Gabe von Aktivkohle bei oraler Aufnahme, falls medizinisch angezeigt
  • • Symptomatische Therapie zur Linderung von Erbrechen und Durchfall
  • • Überwachung der Vitalfunktionen bei schweren Fällen, Gabe von krampflösenden Medikamenten bei Bedarf
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameFicus carica L.; Ficus caprificus Risso
AliasnamenFeigenbaum
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeGering
Zielorgane
Magen-Darm-TraktHautZentralnervensystem
Wirkmechanismus

• Proteasen wie Ficin reizen die Magen-Darm-Schleimhäute und führen zu Erbrechen und Durchfall

• Furanocumarine im Milchsaft lösen bei Hautkontakt und anschliessender Sonneneinstrahlung phototoxische Reaktionen aus

• Bei hohen Dosen wirken die Inhaltsstoffe neurotoxisch, was Krämpfe und Lähmungen verursacht

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen): Keine spezifischen Daten verfügbar, bei Aufnahme von Pflanzenteilen werden Magen-Darm-Beschwerden erwartet
Vögel: Keine spezifischen Daten verfügbar, orale Aufnahme von Pflanzenteilen sollte unbedingt vermieden werden
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Benjaminfeige Ficus benjamina
Gehört ebenfalls zur Gattung Ficus, enthält ähnliche giftige Inhaltsstoffe, unterscheidet sich durch kleinere, glänzende Blätter
Gummibaum Ficus elastica
Auch Mitglied der Gattung Ficus, gleichermaßen schwach giftig, unterscheidet sich durch dicke, ledrige, ovale Blätter
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Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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