Ästiger Schachtelhalm giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 3 Min. Lesezeit| 3,642 fanden dies hilfreich
Equisetum ramosissimum Desf.
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Alle Pflanzenteile enthalten giftige Piperidinalkaloide, deren Gehalt beim Trocknen nicht abnimmt.

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Bei Pferden führt die Aufnahme zur sogenannten Taumelkrankheit durch Vitamin B1-Mangel, die im Frühstadium kurativ behandelbar ist.

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Vergiftungssymptome reichen von Fressunlust und Durchfall bis zu neurologischen Störungen und tödlichen Verläufen.

Häufige Fragen

Ist Ästiger Schachtelhalm giftig für Menschen?

Keine verlässlichen Daten zu Vergiftungssymptomen beim Menschen verfügbar, von Verzehr wird dringend abgeraten. (Gering)

Ist Ästiger Schachtelhalm giftig für Katzen?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Katzen verfügbar, Kontakt und Verzehr sollte unbedingt vermieden werden. (Gering)

Ist Ästiger Schachtelhalm giftig für Hunde?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Hunde verfügbar, Kontakt und Verzehr sollte unbedingt vermieden werden. (Gering)

Ist Ästiger Schachtelhalm giftig für Pferde?

Taumelkrankheit durch Vitamin B1-Mangel: Anorexie, Gewichtsverlust, Unruhe, zunehmende Koordinationsstörung, Sägebockstellung, Hinterhandparalyse, Erblindung, im schweren Fall Opisthotonus, zentrale Krämpfe und Tod. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine verlässlichen Daten zu Vergiftungssymptomen beim Menschen verfügbar, von Verzehr wird dringend abgeraten.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Katzen verfügbar, Kontakt und Verzehr sollte unbedingt vermieden werden.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Hunde verfügbar, Kontakt und Verzehr sollte unbedingt vermieden werden.

Pferde
Stark

Taumelkrankheit durch Vitamin B1-Mangel: Anorexie, Gewichtsverlust, Unruhe, zunehmende Koordinationsstörung, Sägebockstellung, Hinterhandparalyse, Erblindung, im schweren Fall Opisthotonus, zentrale Krämpfe und Tod.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileGanze Pflanze
VergiftungswegOrale Aufnahme durch Verzehr von frischen oder getrockneten Pflanzenteilen, beispielsweise bei Beimengung im Futter oder auf Weiden.
Giftige InhaltsstoffePiperidinalkaloide; Palustrin; Palustridien; N5-Formylpalustrin; N5-Acetylpalustrin; N5-Formylpalustridien

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Entfernen Sie restliche Pflanzenteile aus Maul und Umgebung des betroffenen Tieres, um weitere Aufnahme zu verhindern.
  • • Rufen Sie umgehend einen Tierarzt an und teilen Sie Art und vermutete Menge der aufgenommenen Pflanze mit.
  • • Führen Sie keine selbstständige Induktion von Erbrechen durch, ohne ausdrückliche Anweisung des Tierarztes.

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesenem oder vermutetem Verzehr von Ästigem Schachtelhalm, auch wenn noch keine Symptome auftreten.
  • • Bei Auftreten von Symptomen wie Fressunlust, Koordinationsstörungen oder Verhaltensänderungen bei Tieren mit Zugang zur Pflanze.
  • • Bei mehreren Tieren einer Herde mit gleichen unklaren Symptomen wie Abmagerung oder neurologischen Ausfällen.

Prävention

  • • Halten Sie Weideflächen frei von Schachtelhalmgewächsen, um unbeabsichtigten Verzehr durch Weidetiere zu vermeiden.
  • • Prüfen Sie Heu und anderes Futter für Pferde und Nutztiere auf Beimengungen von Schachtelhalm.
  • • Stellen Sie sicher, dass die Pflanze nicht in Reichweite von Kleintieren wie Hunden und Katzen wächst.

Behandlung & Prognose

  • • Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen und symptomatischer Therapie nach tierärztlicher Anweisung.
  • • Gabe von Vitamin B1 (Futterhefe): 100-200 mg oral zweimal täglich am ersten Tag, danach einmal täglich für 7-14 Tage.
  • • Engmaschige Überwachung neurologischer Funktionen und Vitalparameter bei betroffenen Tieren, insbesondere Pferden.
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameEquisetum ramosissimum Desf.
AliasnamenPrêle rameuse (französisch)、Equiseto ramosissimo (italienisch)
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeStark
Zielorgane
NervensystemMagen-Darm-TraktSehorganMuskelapparat
Wirkmechanismus

• Enthaltene Piperidinalkaloide führen bei betroffenen Tieren zu Vitamin B1-Mangel und neurologischen Schäden.

• Der Gesamtalkaloidgehalt bleibt beim Trocknen der Pflanze vollständig erhalten, getrocknete Pflanzenteile sind also ebenso giftig wie frische.

• Der Alkaloidgehalt ist in oberirdischen Pflanzenteilen höher und steigt im Sommer sowie zum Ende der Wachstumsphase an.

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pony: Verzehr von Futter mit 5% Anteil an Schachtelhalm führt zu vergleichbaren Vergiftungssymptomen wie bei großen Pferden.
Rinder und Schafe: Bei Verzehr treten Symptome wie Fressunlust, Abmagerung, reduzierte Milchleistung, Durchfall und neurologische Störungen auf.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Andere Schachtelhalm-Arten Equisetum spp.
Optisch sehr ähnlich, alle Arten enthalten teils hohe Mengen giftiger Piperidinalkaloide, Unterscheidung ist anhand von Verzweigungsgrad und Sporangienstand möglich.
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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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