Wiesen-Schachtelhalm giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 2 Min. Lesezeit| 2,225 fanden dies hilfreich
Equisetum pratense Ehrh.
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Der Alkaloidgehalt bleibt auch beim Trocknen der Pflanze erhalten, sodass getrocknete Exemplare und verunreinigtes Heu weiterhin giftig sind.

2

Bei Pferden führt die Vergiftung zur sogenannten Taumelkrankheit durch Vitamin B1-Mangel, die nur im frühen Erkrankungsstadium kurativ behandelbar ist.

3

Die höchste Giftkonzentration findet sich in den oberirdischen Pflanzenteilen, wobei der Gehalt im Sommer und Ende der Wachstumsphase am höchsten ist.

Häufige Fragen

Ist Wiesen-Schachtelhalm giftig für Menschen?

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Menschen verfügbar. Bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Arzt konsultieren. (Gering)

Ist Wiesen-Schachtelhalm giftig für Katzen?

Keine spezifischen Daten zu Katzenvergiftungen verfügbar. Bei Verdacht auf Aufnahme umgehend einen Tierarzt kontaktieren. (Gering)

Ist Wiesen-Schachtelhalm giftig für Hunde?

Keine spezifischen Daten zu Hundevergiftungen verfügbar. Bei Verdacht auf Aufnahme umgehend einen Tierarzt kontaktieren. (Gering)

Ist Wiesen-Schachtelhalm giftig für Pferde?

Fressunlust, Gewichtsverlust, Unruhe, zunehmende Koordinationsstörung, Sägebockstellung, Hinterhandparalyse, Erblindung, Muskelzuckungen nach Belastung, im schweren Fall Opistotonus, zentrale Krämpfe und Tod. (Stark)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Keine spezifischen Vergiftungsdaten für Menschen verfügbar. Bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Arzt konsultieren.

Katzen
Gering

Keine spezifischen Daten zu Katzenvergiftungen verfügbar. Bei Verdacht auf Aufnahme umgehend einen Tierarzt kontaktieren.

Hunde
Gering

Keine spezifischen Daten zu Hundevergiftungen verfügbar. Bei Verdacht auf Aufnahme umgehend einen Tierarzt kontaktieren.

Pferde
Stark

Fressunlust, Gewichtsverlust, Unruhe, zunehmende Koordinationsstörung, Sägebockstellung, Hinterhandparalyse, Erblindung, Muskelzuckungen nach Belastung, im schweren Fall Opistotonus, zentrale Krämpfe und Tod.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileAlle ober- und unterirdischen Pflanzenteile
VergiftungswegOrale Aufnahme über verunreinigtes Futter oder Weidegras
Giftige InhaltsstoffePiperidinalkaloide; Palustrin; Palustridien; N5-Formylpalustrin; N5-Acetylpalustrin; N5-Formylpalustridien

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Sofort weitere Futteraufnahme verhindern und verunreinigtes Futter entfernen
  • • Möglichst genaue Angaben zur aufgenommenen Pflanzenmenge sammeln
  • • Kein Erbrechen herbeiführen ohne vorherige Rücksprache mit einem Tierarzt

Sofort Tierarzt rufen

  • • Bei nachgewiesener oder vermuteter Aufnahme der Pflanze bei allen Tierarten
  • • Bei Auftreten von Fressunlust, Verhaltensänderungen oder Koordinationsstörungen nach Kontakt mit der Pflanze
  • • Insbesondere bei Pferden, da die Therapie nur im Frühstadium erfolgreich ist

Prävention

  • • Weiden regelmäßig auf Vorkommen von Schachtelhalmarten kontrollieren und diese vollständig entfernen
  • • Heu und Futtermittel sorgfältig auf Verunreinigungen mit Schachtelhalm prüfen
  • • Pferde nicht auf Weiden mit nachgewiesenem Vorkommen giftiger Equisetum-Arten halten

Behandlung & Prognose

  • • Dekontamination und symptomatische Therapie nach geltenden Notfallrichtlinien
  • • Gabe von Vitamin B1 (Futterhefe): 100-200 mg oral zweimal täglich am ersten Tag, danach einmal täglich für 7-14 Tage
  • • Engmaschige Überwachung neurologischer Symptome insbesondere bei betroffenen Pferden
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Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameEquisetum pratense Ehrh.
AliasnamenHain-Schachtelhalm
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenGering
HundeGering
PferdeStark
Zielorgane
NervensystemVerdauungstraktMuskelapparatAugen
Wirkmechanismus

• Enthaltene Piperidinalkaloide hemmen die Vitamin B1-Aufnahme im Körper, was bei Pferden zu Nervenschäden führt

• Der Gesamtgehalt an giftigen Alkaloiden bleibt auch nach Trocknung der Pflanze vollständig erhalten

• Der Alkaloidgehalt steigt mit fortschreitender Wachstumsphase der Pflanze an

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Pony: Bereits ein Anteil von 5% giftigem Schachtelhalm im Futter führt zu nachweisbaren Vergiftungserscheinungen
Rinder: Vergiftungen äußern sich durch Fressunlust, Abmagerung und deutlich reduzierte Milchleistung
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Sumpf-Schachtelhalm Equisetum palustre
Optisch sehr ähnlich, enthält teilweise deutlich höhere Konzentrationen der gleichen giftigen Alkaloide; Unterscheidung über die Form der Blattscheiden und Seitenäste möglich
Acker-Schachtelhalm Equisetum arvense
Äußerlich ähnlich, hat einen deutlich geringeren Giftgehalt und wird teilweise als Heilpflanze verwendet, Verwechslungsgefahr bei ungenauer Bestimmung besteht
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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