Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig?

Hunde sind mit 96% aller gemeldeten Fälle am häufigsten von einer Intoxikation betroffen, Katzen machen nur 3% der Fälle aus.
Der THC-Gehalt variiert stark je nach Produkt: von 0,4-20% bei getrockneten Blüten bis 20-50% bei Haschischöl.
Bei rechtzeitiger Therapie erholen sich betroffene Tiere meist innerhalb von 24 bis 36 Stunden, schwere Fälle bis 72 Stunden.
Häufige Fragen
Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Menschen?
Bei üblicher Nutzung meist milde reversible Symptome wie Euphorie oder Mundtrockenheit, bei Überdosierung Verwirrtheit, Übelkeit, Herzrasen und Angstzustände. (Gering)
Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Katzen?
Apathie oder übermäßige Erregung, Koordinationsstörungen, starker Speichelfluss, erweiterte Pupillen, Erbrechen, niedrige Körpertemperatur, im Extremfall Krämpfe oder Koma. (Mäßig)
Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Hunde?
99% zeigen neurologische Symptome (Bewegungsunruhe, Schläfrigkeit, Gangunsicherheit, erweiterte Pupillen), 30% zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, bei schwerer Intoxikation Krämpfe oder Koma. (Mäßig)
Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Pferde?
Apathie, Gangunsicherheit, niedriger Blutdruck, erniedrigte Körpertemperatur, erweiterte Pupillen, im schweren Fall Krämpfe. (Mäßig)
Giftigkeitsdetails
Bei üblicher Nutzung meist milde reversible Symptome wie Euphorie oder Mundtrockenheit, bei Überdosierung Verwirrtheit, Übelkeit, Herzrasen und Angstzustände.
Apathie oder übermäßige Erregung, Koordinationsstörungen, starker Speichelfluss, erweiterte Pupillen, Erbrechen, niedrige Körpertemperatur, im Extremfall Krämpfe oder Koma.
99% zeigen neurologische Symptome (Bewegungsunruhe, Schläfrigkeit, Gangunsicherheit, erweiterte Pupillen), 30% zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, bei schwerer Intoxikation Krämpfe oder Koma.
Apathie, Gangunsicherheit, niedriger Blutdruck, erniedrigte Körpertemperatur, erweiterte Pupillen, im schweren Fall Krämpfe.
Giftigkeits-Snapshot
Erste Hilfe & Prävention
Erste 30 Minuten
- • Bei frischer Einnahme ohne bestehende Symptome umgehend Dekontamination durchführen
- • Aktivkohle gemäß der Anweisung eines Tierarztes verabreichen
- • Kein Erbrechen herbeiführen, außer es wird explizit von einem Fachmann empfohlen
Sofort Tierarzt rufen
- • Sofort rufen, wenn das Tier nachweislich THC-haltiges Material eingenommen hat, auch ohne sichtbare Symptome
- • Rufen, wenn Symptome wie Gangunsicherheit, übermäßige Schläfrigkeit/Erregung oder starker Speichelfluss auftreten
- • Sofort Notarzt rufen bei Krämpfen, Bewusstlosigkeit oder stark erniedrigter Körpertemperatur
Prävention
- • Alle THC-haltigen Produkte und Pflanzenmaterialien für Tiere unzugänglich aufbewahren
- • Kein Marihuana in Gegenwart von Tieren rauchen, um eine Inhalation von Rauch zu vermeiden
- • Auf Spaziergängen darauf achten, dass das Tier keine unbekannten Pflanzen oder Abfälle frisst
Behandlung & Prognose
- • Wiederholte Gabe von Aktivkohle alle 6 bis 8 Stunden über 24 Stunden bei asymptomatischen Tieren
- • Symptomatische Therapie gemäß geltender Notfallrichtlinien
- • Intravenöse Gabe von 20%iger Lipidemulsion: Zuerst Bolus von 1,5 ml/kg Körpergewicht, danach Dauerinfusion von 0,25 ml/kg Körpergewicht pro Stunde
Professionelle Toxikologie
• Delta-9-THC bindet an Cannabinoid-Rezeptoren des zentralen Nervensystems und stört die neuronale Signalübertragung
• Die stark lipophile Substanz reichert sich im Fettgewebe an und wird langsam über mehrere Tage ausgeschieden
• Es kommt zu Störungen von Motorik, Bewusstsein, Kreislauffunktion und Körpertemperatursteuerung
CliniTox Veterinärtoxikologie.
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Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.