Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig?

Aktualisiert 2026-03-06| 4 Min. Lesezeit| 3,818 fanden dies hilfreich
Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch)
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Hunde sind mit 96% aller gemeldeten Fälle am häufigsten von einer Intoxikation betroffen, Katzen machen nur 3% der Fälle aus.

2

Der THC-Gehalt variiert stark je nach Produkt: von 0,4-20% bei getrockneten Blüten bis 20-50% bei Haschischöl.

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Bei rechtzeitiger Therapie erholen sich betroffene Tiere meist innerhalb von 24 bis 36 Stunden, schwere Fälle bis 72 Stunden.

Häufige Fragen

Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Menschen?

Bei üblicher Nutzung meist milde reversible Symptome wie Euphorie oder Mundtrockenheit, bei Überdosierung Verwirrtheit, Übelkeit, Herzrasen und Angstzustände. (Gering)

Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Katzen?

Apathie oder übermäßige Erregung, Koordinationsstörungen, starker Speichelfluss, erweiterte Pupillen, Erbrechen, niedrige Körpertemperatur, im Extremfall Krämpfe oder Koma. (Mäßig)

Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Hunde?

99% zeigen neurologische Symptome (Bewegungsunruhe, Schläfrigkeit, Gangunsicherheit, erweiterte Pupillen), 30% zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, bei schwerer Intoxikation Krämpfe oder Koma. (Mäßig)

Ist Gewöhnlicher Hanf (Marihuana, Haschisch) giftig für Pferde?

Apathie, Gangunsicherheit, niedriger Blutdruck, erniedrigte Körpertemperatur, erweiterte Pupillen, im schweren Fall Krämpfe. (Mäßig)

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Giftigkeitsdetails

Menschen
Gering

Bei üblicher Nutzung meist milde reversible Symptome wie Euphorie oder Mundtrockenheit, bei Überdosierung Verwirrtheit, Übelkeit, Herzrasen und Angstzustände.

Katzen
Mäßig

Apathie oder übermäßige Erregung, Koordinationsstörungen, starker Speichelfluss, erweiterte Pupillen, Erbrechen, niedrige Körpertemperatur, im Extremfall Krämpfe oder Koma.

Hunde
Mäßig

99% zeigen neurologische Symptome (Bewegungsunruhe, Schläfrigkeit, Gangunsicherheit, erweiterte Pupillen), 30% zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, bei schwerer Intoxikation Krämpfe oder Koma.

Pferde
Mäßig

Apathie, Gangunsicherheit, niedriger Blutdruck, erniedrigte Körpertemperatur, erweiterte Pupillen, im schweren Fall Krämpfe.

Giftigkeits-Snapshot

Giftige TeileBlätter und Blüten der Pflanze sowie daraus hergestellte Produkte (Haschisch, Haschischöl, getrocknete Marihuanablüten)
VergiftungswegEinatmen von THC-haltigem Rauch, orale Einnahme von Pflanzenmaterial oder THC-haltigen Lebensmitteln/Produkten
Giftige InhaltsstoffeDelta-9-THC (Tetrahydrocannabinol, Dronabinol); Weitere vergiftungsrelevante Cannabinoide

Erste Hilfe & Prävention

Erste 30 Minuten

  • • Bei frischer Einnahme ohne bestehende Symptome umgehend Dekontamination durchführen
  • • Aktivkohle gemäß der Anweisung eines Tierarztes verabreichen
  • • Kein Erbrechen herbeiführen, außer es wird explizit von einem Fachmann empfohlen

Sofort Tierarzt rufen

  • • Sofort rufen, wenn das Tier nachweislich THC-haltiges Material eingenommen hat, auch ohne sichtbare Symptome
  • • Rufen, wenn Symptome wie Gangunsicherheit, übermäßige Schläfrigkeit/Erregung oder starker Speichelfluss auftreten
  • • Sofort Notarzt rufen bei Krämpfen, Bewusstlosigkeit oder stark erniedrigter Körpertemperatur

Prävention

  • • Alle THC-haltigen Produkte und Pflanzenmaterialien für Tiere unzugänglich aufbewahren
  • • Kein Marihuana in Gegenwart von Tieren rauchen, um eine Inhalation von Rauch zu vermeiden
  • • Auf Spaziergängen darauf achten, dass das Tier keine unbekannten Pflanzen oder Abfälle frisst

Behandlung & Prognose

  • • Wiederholte Gabe von Aktivkohle alle 6 bis 8 Stunden über 24 Stunden bei asymptomatischen Tieren
  • • Symptomatische Therapie gemäß geltender Notfallrichtlinien
  • • Intravenöse Gabe von 20%iger Lipidemulsion: Zuerst Bolus von 1,5 ml/kg Körpergewicht, danach Dauerinfusion von 0,25 ml/kg Körpergewicht pro Stunde
Notfall? PlantFun öffnen für KI-SofortberatungApp laden

Professionelle Toxikologie

Wissenschaftlicher NameCannabis sativa
AliasnamenEchter Hanf、Gras、Indischer Hanf
Giftigkeitsgrad
MenschenGering
KatzenMäßig
HundeMäßig
PferdeMäßig
Zielorgane
Zentrales NervensystemMagen-Darm-TraktKreislaufsystemAugen
Wirkmechanismus

• Delta-9-THC bindet an Cannabinoid-Rezeptoren des zentralen Nervensystems und stört die neuronale Signalübertragung

• Die stark lipophile Substanz reichert sich im Fettgewebe an und wird langsam über mehrere Tage ausgeschieden

• Es kommt zu Störungen von Motorik, Bewusstsein, Kreislauffunktion und Körpertemperatursteuerung

Risiko für andere Tierarten (CliniTox)

CliniTox Veterinärtoxikologie.

Hund: Am häufigsten betroffen (96% aller Fälle), Latenzzeit bei Inhalation wenige Minuten, bei Einnahme 1 bis 3 Stunden, Eliminationshalbwertszeit liegt bei 30 Stunden.
Katze: Nur 3% aller gemeldeten Intoxikationsfälle, Symptome verlaufen oft schwerer als bei Hunden, verbunden mit starker Erregung oder Apathie.
Pferd: Seltene Intoxikationsfälle, meist durch kontaminiertes Futter, schwere Fälle gehen mit langanhaltenden Kreislaufstörungen einher.
Verwechslungsgefahr

Folgende Pflanzen sehen ähnlich aus und können verwechselt werden:

Gewöhnlicher Hopfen Humulus lupulus
Gehört zur selben Familie der Cannabaceae und hat ähnliche gelappte Blätter. Unterschied: Hopfen bildet charakteristische zapfenartige Fruchtstände, Hanf hat gegenständige Blätter und typische harzige Blütenstände.
Mit PlantFun scannen und Verwechslungen vermeidenApp laden

Verwandte giftige Pflanzen

Gewöhnlicher Hopfen
Gewöhnlicher Hopfen
Humulus lupulus
Moderat giftig, besonders für Hunde
Indischer Hanf
Indischer Hanf
Cannabis indica
Moderat giftig, hoher THC-Gehalt
Ruderaler Hanf
Cannabis ruderalis
Schwach giftig, niedriger THC-Gehalt

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Datenquellen

Diese Informationen dienen nur als Referenz und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Verschlucken oder Vergiftungssymptomen sofort einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

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